Bericht und Bilder Oktober Gruppe 1-D

Wir berichten ab 7.Oktober.

Am 07.10. in Tokyo

Wir sind pünklich in Tokyo gelandet und wurden von sonnigen 22 Grad begrüßt. Das war wärmer als uns die Vorhersage versprach, was dazu führte, dass wir etwas zu warm gekleidet waren. Ein Teilnehmer entledigte sich im Taxi von Ueno zum Hotel seiner Jacke und vergaß diese prompt. Zum Glück weiß ein erfahrener Reiseleiter was in so einem Fall zu tun ist und ein Telefonat und 10 minuten später war die Jacke wieder in den Händen des Besitzers.

 

Nach der Mittagspause machten wir uns auf zum nahegelegenen Asakusa Kannon-Schrein, wo sehr viele Touristen unterwegs waren. So wie es sein soll.

Am 08.10. in Tokyo

Nach unserem ersten, gutem Frühstück in Japan ging es zur nächsten U-Bahn Station. Unser Ziel hiess Tokyo-Skytree.
Da dieser immer noch eine Baustelle ist, waren zwar leider nur ein paar Fotos von außen möglich, aber auch so ist der Tower mit seiner momentanen Höhe sehr beeindruckend.
Als nächstes wanderten wir die kurze Strecke zum Kaiserpalast. Hier konnten ein paar schöne Bilder von den wehrhaften Mauern und dem Palast in (leider fur Touristen unerreichbarer) Ferne gemacht werden.
Weiter ging es zum Meiji- Schrein. Um zum Schrein zu gelangen führte der Weg unter angenehm schattenspendenen Bäumen entlang. Eine Wohltat zwischendurch, da uns das wundervolle Wetter heute mit reichlich warmem Sonnenschein verwöhnte. Wir hatten Glück und konnten ein paar sehr schöne Aufnahmen eines Brautpaares in traditioneller Kleidung machen, wie sie langsam in den Schrein geführt wurden.
Danach stand erst einmal eine wohl verdiente Mittagspause an.
Nach der Stärkung ging es mit der U-Bahn zur Ginza und ins Mitsukoshi-Kaufhaus um bei einem Blick auf die Preise zu beschliessen, unsere Souvenirs doch lieber wo anders zu kaufen!
Nach einem Gang über den vollgestopften Ameyoko- Markt endete das offizielle Programm für heute.
Einige Teilnehmer waren aber noch nicht erschöpft genug und fuhren mit der U-Bahn zum Abschluss des Tages noch nach Shibuya um die berühmte Kreuzung, die Hachiko-Statue und die bunten Leuchtreklamen zu fotografieren.
Dann war aber auch fuer diese Gruppe Schluss und man machte sich auf den Rückweg ins Hotel um den Tag bei einem leckeren Abendessen zu beschliessen.

C.P, Chemnitz
V.B. Hannover

Am 09.10. In Kamakura

Am 09.10.

Laut Wikipedia sollen in diesem schönen Land ueber 127 Millionen

Menschen leben.@Das glauben wir gerne. Denn immerhin haben wir heute davon einen guten Teil gesehen und durften mit ihnen gemeinsam SBahn fahren. Für Kenner sei gesagt: Es fühlte sich kuschelig an, wie Koeln Ehrenstrasse am Rosenmontag. Über das japanische Bier, über das wir in diesem Gedankenzusammenhang eigentlich berichten müssten, werden wir uns an anderer Stelle äußern.

Von der Muehsal der Anfahrt wurden wir allerdings entschädigt durch die Besichtigung von vielen wunderschönen Tempeln.

Als erstes sahen wir den Zen-Tempel Engakuji in Kitakamakura. Er bezauberte uns durch seine anmutige Anlage, aber die Einladung zur meditativen Versenkung konnten wir aufgrund mangelnder Zeit und Scharen von anderen Besuchern nicht wahrnehmen.

Anschliessend besuchten wir den Tsurugaoka Hachiman-Schrein. Auch dieser war aufgrund des schönen Wetters und des Sonntags sehr überlaufen. Hier würden wir auf jeden Fall empfehlen, diesen Wochentags zu besichtigen. Auf der Habenseite der schönen Besichtigung schlaegt ein gewonnenes Stück Ananas am Stiel zu buche. Wir gewannen nämlich gegen die Verkäuferin das altbekannte Spiel 'Stein, Schere, Papier'. Nach unseren Beobachtungen wurde jeder Käufer dazu aufgefordert und bekam die Möglichkeit auf ein zusätzliches Stück. Achten Sie also bei Ihrem Besuch auf den zweiten Stand links. Viel Glück!

Weiter ging es mit der fast unmöglichen Aufgabe, innerhalb einer Stunde bei prall gefüllten Restaurants das Mittagessen zu sich zu nehmen.

Nachdem die Gruppe sich wiedergefunden hatte, ging es zum immerhin 13.35 Meter hohen, aus mehreren gegossenen Teilen zusammengefügten Buddha. Auf Grund der Menschenmassen musste leider von einer internen Inspektion abgesehen werden.

Der vorletzte Programmpunkt hieß: Hase Kannon-Tempel. Diese schöne Klosteranlage über mehrere Terassen bot uns unter anderem einen herrlichen Ausblick auf den Pazifik.

Last, but not least, durften wir diesen dann auch noch aus der Naehe bewundern.

Ein Gang über den Strand bei tollen Temperaturen war ein gelungener Abschluss dieses erlebnisreichen, aber auch sehr anstrengenden Tages.

Wir sahen nur noch wie unseren Mitstreitern auf den gegenüber liegenden Sitzen in der Strassenbahn die Augen zufielen und freuen uns jetzt selber aufs Bett.

Mal sehen, was morgen passiert.

M.B. Rösrath

Am 10. und 11.10. In Ito

Am 10. und 11. 10. in Ito

 

Nach zweistündiger Zugfahrt mit dem Black Ship Train erreichten wir Futo an der Südküste. Bei sommerlichen Temperaturen wanderten wir über die Hängebrücke zum Leuchtturm. Anschliessend konnten wir in unserem Minshuku zum ersten mal das Baden im Onsen ausprobieren. Nach einem leckeren typisch japanischen Abendednessen mit Sashimi, Tempura, Sake und japanischem Bier verbrachten wir eine erholsame Nacht auf dem Futon in unseren Tatami-Zimmern.

Am nächsten Morgen gab es ein kontinentales Frühstück (Zugeständnis an die Gaijin). Nach kurzer Fahrt mit dem Regionalexpress haben wir uns im örtlichen Supermarkt mit Verpflegung (Bento-Box) eingedeckt um an der zerklüfteten Basalt-Steilküste zu wandern. Auf und ab durch japanische Wälder ging es ca. 3 Stunden die Küste entlang. Am Bahnhof konnten wir unsere Füßen dann bei einem sogar für Japaner sehr heißen Bad im Fuß-Onsen erholen. Am Nachmittag war dann wieder chillen im Onsen angesagt.

L.L, H.G.V., I.M. München

Am 12.10. in Hakone, Ausflug

  Heute am 7. Tag sind wir als Gruppe mit Zug, Bus, Schiff und Seilbahn unterwegs, um den Fuji – San (3.776 m ) zu sehen. Das große Gepäck verstaut in Schließfächern erreichen wir den Ashi – See in Hakone. Ich bin ein wenig enttäuscht, weil die Herbstfärbung noch nicht eingesetzt hat, aber in Japan sind die Nächte noch zu warm. Dafür scheint jetzt die Sonne und meine Hoffnung steigt und steigt, nachdem wir mit der Seilbahn auf den Mt. Komagatake ( 1327 m) gefahren und zu Fuß den Shinto – Schrein erreicht haben. Dort liegt der Fuji aber............auch heute ist er schüchtern und mag sich nicht zeigen, vielleicht haben wir ja morgen Glück.

Bevor wir uns auf den Weg in das neue Quartier in Mishima machen, spazieren wir auf der ursprünglichen Straße von Edo in den Süden des Landes, riesige Zedern bilden eine Allee. Am Ende kommen wir zur nachgebauten Zollstation.

Ein guter und schöner Tag geht zu Ende, auch wenn wir den Fuji nur auf Postkarten heute sehen konnten, aber die Hoffnung geben wir noch nicht auf.

Eva-Maria aus Bremen

Am 13.10. in Hiroshima

 Wir treffen uns um 9.00 in der Hotellobby. Keine zwei Minuten zu Fuss erreichen wir den Bahnhof. Dort wird noch schnell was fuers Mittagessen gekauft, da wir vier Stunden mit dem Shinkansen fahren werden. Mancher kauft sich auch noch ein Fruehstueck, da er Reis, eingelegtes Gemuese und Fisch frueh nur schwerlich runter bekommt. Dies essen aber nunmal die Japaner zum Fruehstueck. Wir haben zwar noch 45 Minuten Zeit, bis der Zug abfaehrt, aber unser Reiseleiter hat es manchmal etwas eilig. Dafuer koennen wir oben am Gleis noch versuchen den Shinkansen zu fotografieren. Dies ist nicht so ganz einfach, da er schnell und leise vorbeiduest. Puenktlich, wie immer hier in Japan, kommt er mit dem Wagen 14 am Wartepunkt 14 an. Auf gehts nach Hiroshima!
Die vier Stunden sind wie im Flug vergangen. Sehr nett und fuer uns amuesant ist es, wenn sich der Schaffner beim Betreten sowie beim Verlassen des Abteils verbeugt. Mit der Strassenbahn geht es zum Hotel. In der nahen Einkaufspassage werden uns Einkehrmoeglichkeiten fuers Abendessen gezeigt. Anschliesend geht es zum Atombombenmuseum und Friedenspark. Dort haengen tausende Kraniche zum Gedenken an die verstorbenen bzw. kranken Kinder.Im Friedensmuseum wird der 06.August.1945 informativ aufgearbeitet. Der Abend steht jedem zur freien Gestaltung.
I.D. aus Nuernberg

Am 14.10. in Miyajima, Ausflug

 Ein neuer Tag in Japan und auch der Erste mit schlechtem Wetter. Gewarnt durch den Wetterbericht liefen wir gut ausgeruestet mit Schirm und Jacke zur Strassenbahn. In Mijajimaguchi versorgten wir uns noch mit etwas zum Essen fuer die Mittagspause und ab ging es auf die Faehre. Schon von Weitem begruesste uns das weltberuehmte zinnoberrote Torii, das Wahrzeichen Miyajimas. Nach einer kurzen Ueberfahrt betraten wir die "Insel der Goetter". Diese waren uns aber nicht ganz wohlgesonnen, da in diesem Moment ein Regenschauer begann.
Zuerst besichtigten wir den Itsukushima Schrein, der wie die ganze Insel zum Weltkulturerbe gehoert. Dort fand gerade eine Hochzeit statt und wir hatten das Glueck die Zeremonie beobachten zu koennen.
Nach einem Rundgang durch die Tempel neben dem Schrein machten wir uns auf den Weg zum Daishoin Tempel.
Und wieder hatten wir Glueck... In der Maniden Hall, der Hauptgebetshalle, fuehrte gerade ein Moench ein budd. Ritual durch, das wir miterleben durften. Die Toene der Taiko Trommel gingen einem durch und durch. Es war wirklich ein beeindruckendes Erlebnis.
Im Anschluss zeigte uns Koyamasan noch einen kleinen Gebetsraum ueber der Haupthalle, den man ueber eine steile Treppe erreichen konnte.
Zum Abschluss der Besichtigung probierten wir noch von dem Kraeutertee der Moenche.
Nach dem Besuch der Tempelanlage teilte sich dann die Gruppe auf.
Die ganz Mutigen wagten den Aufstieg zum Berg Misen zu Fuss. Die etwas Fauleren fuhren lieber mit der Seilbahn auf dem Berg. Die ganz Faulen (zu denen auch ich gehoerte) benutzten die Zeit zu einem Bummel durch die Omotesando-Einkaufsstrasse, um sich mit Andenken einzudecken oder die oertlichen Koestlichkeiten zu probieren.
Trotz des regnerischen Wetters war es ein sehr schoener Ausflug und am Abend werden wir noch einmal in die Stadt gehen um Okonomiyaki (die regionale Spezialitaet Hiroshimas) zu probieren.
A.F. aus Nuernberg

Von Reiseveranstalter!

7 Uhr der Wetterbericht sagte, am Nachmittag fängt es an zu regnen.

Als wir mit dem Schiff auf die Insel Miyajima angekommen sind, gab es schon immer wieder kleine Schauer.

Bis zum Shinto Schrein (ca. 10 Minuten zu Fuß) waren wir schon nass geworden. Ab 12.30 Uhr wollten wir freiwilligerweise auf den Berg Miyajima steigen, einige haben schon vor Beginn die Kraft verlassen , 4 Teilnehmer, 3 Männer und eine Frau wollten vom Tempel Daishoin zum Gipfel 530 m bergsteigen und andere mit der Seilbahn, also zur Station zu Fuß 20 Minuten, dann Seilbahn ca. 15 Minuten fahren ( 5 Teilnehmer plus Reiseveranstalter= 6 Leute bei der Endestation angekommen).

Als wir begannen zu laufen, regnet es wieder sehr stark, unterwegs kam ein Teilnehmer aus Chemitz schon wieder entgegen, ein junger Mann, ca. 55 kg, er sagt war schon oben und möchte mit der Seilbahn zurück runterfahren, es hat nicht einmal 40 Minute gedauert, normalweise von unten nach oben zu Fuß ca. 50 bis 60 Minuten braucht man auf dem Berg Miyajima zu steigen.

Als wir beim Regen endlich oben waren, kam ein Ehepaar aus Bremen den Fußweg, er ist 71 Jahre und seine Frau ein paar Jahren jünger, alle waren nass, aber überglücklich.

Es war eine ganz große Leistung für alle, besonderes dem Ehepaar aus Bremen.

Am 15.10. in Takamatsu

Nach einer kurzweiligen Fahrt im Regionalzug von Hiroshima ueber
Okayama sind wir heute in Takamatsu auf der Insel Shikoku angekommen.
Besonders beeindruckend fuer die Technikbegeisterten unter uns war die
Fahrt ueber die ca 10 km lange Bruecke mit 2 Ebenen. Wir fuhren
natuerlich auf der Ebene reserviert fuer den Marine Liner. In
Takamatsu ging es gleich in die, wie es uns schien, unendlich langen
Einkaufspassagen mit den besonders interessanten 100 Yen Shops. Wir
hatten das Glueck ein wenig japanische Folklore zu erleben. Die Kinder
hier haben Drachentaenze aufgefuehrt und eine Dame im Kimono einen von
den Einheimischen heftig beklatschten Faechertanz.
Die Suche nach einem schoenen Yukata gestaltet sich weiterhin
schwierig, weil wohl die Saison dafuer schon vorueber ist.

HGV, LL, AL die Muenchner

Am 16.10. in Kotohira, Ausflug

Heute am 11. Tag unserer Reise Abmarsch um 8.15 Uhr nach Kotohira.

Aufstieg über 785 Stufen zum Kompira – Schrein, der zu den heiligste Shinto – Stätten des Landes gehört. Am Weg verschiedene Gebäude mit Kulturgütern. Als Zugabe setzten wir dann noch den Weg zum Okusha – Schrein drauf.

Es ist kaum zu glauben, alle Teilnehmer haben diese 1.368 Stufen geschafft, etwas erschöpft aber mental in guter Verfassung.Wir wurden mit einem wunderbaren Ausblick auf Kotohira, Takamatsu und die Seto – Ohashi – Brücke belohnt.

Für die Natur- und Gartenfreunde besuchten wir am Nachmittag den Ritsurinpark. Das Anlegen des Parks dauerte 100 Jahre und für die Pflege und das Beschneiden der Kiefern, Azaleen und Ilexe werden bestimmt auch jedes Jahr 100 Gärtner gebraucht. Ein typisches Teehaus von 1640 inmitten von Wasser, Kies, Steinen und Bonsaibäumen.

Die müden Körper regenerieren sich schnell nach einer herrlichen Dusche im Hotel.

 

E.-M. u. H.G. aus Bremen

Am 17.10. in Megijima, Ausflug

Ausflug nach Megi-jima

Aufstehen,waschen und um 7 Uhr in der Hotellobby frühstücken. Man hatte wieder die Wahl zwischen Reis oder Brötchen.

Aber Brötchen sind in Japan dann doch nicht wie zu Hause... Also fiel die Entscheidung für den Reis doch leicht.

Um 9 Uhr traf sich die Reisegruppe vor dem Hotel um einen Ausflug zur Insel Megi-jima durchzuführen. Diese Insel liegt unweit der Stadt Takamatsu. Im Hafen von Takamatsu hiess es kurzes Warten auf die Fähre. Herr Koyama kaufte die Fahrkarten um die Angelegenheit für unsere Reisegruppe zu vereinfachen. Nachdem das Schiff angelegt hatte, enterten wir die Passagierräume. Im gemütlichen Sessel ließ sich die halbe Stunde im Schiff gut aushalten. Das Wetter meinte es gut mit uns, laue 23 Grad und ein blauer Himmel. Für Einheimische ist das natürlich schon zu kalt, nur ein Mitteleuropäer kommt auf die Idee im T-Shirt herumzulaufen. Es ist schließlich Herbst. Auf der Insel angekommen gab es eine kurze Einweisung von Herrn Koyama. Allgemeiner Treffpunkt zu einer bestimmten Uhrzeit. Im Hafengebäude ist für Besucher ein aufwendiges Kino eingerichtet worden. Darin läuft ein Film über die Geschichte von Megi-jima, so erklären sich dann auch die vielen kleinen Teufelsfiguren aus Stein die an jeder Wegkreuzung stehen. Die Insel hat zwei kleinere Berge, auf dem einen ist eine Aussichtsplattform errichtet worden um die schöne Aussicht auf die Bucht zu geniessen. Die andere Erhebung kennzeichnet eine Buddhastatue. Geplant war zuerst der Besuch der Aussichtsplattform. Wer aber noch genug Kräfte übrig hatte, konnte auch noch die Buddahstatue besichtigen. Hörte sich machbar an, von wegen zwei kleinere Berge auf einer Insel... Wie sich aber herausstellte wurde es eine längere steile Wanderung. Zuerst führte der Weg durch ein dem Hafen nachgelagerten Dorf. Ältere Einwohner bearbeiteten ein Feld, mit Tüchern und großen Hüten vor der Sonne geschützt. Ansonsten war kaum jemand zu sehen, mitten in der Woche wird wohl jeder seine Arbeit nachgegangen sein. Nachdem wir das Dorf duchschritten hatten wurde der gut ausgebaute Weg steiler und serpentinenartig. Aufgrund des unterschiedlichen Marschtempos durch eifrige Fotografen innerhalb unserer Wandertruppe zog sie sich immer mehr auseinander aber alle erreichen schliesslich das Ziel. Direkt unterhalb der Hügelspitze mit der Aussichtsplattform befand sich eine Raststätte. Diese wurde von einer älteren Dame bewirtschaftet. Allein saß sie dicht an einem Heizstrahler und wußte wohl schon das wir kommen.

Höflich begrüßten wir uns und machten einen Rundgang durch das kleine Geschäft. Nachdem wir uns ein Weile anlächelten kam ihrerseits die Frage ob wir zu Fuß hochgekommen sind (es fährt auch ein Bus!) und aus welchen Land wir den kämen. Ohne auf eine Antwort zu warten meinte sie: Kanada? Auf unsere Antwort , wir sind zu Fuß hochgelaufen und aus Deutschland lächelte sie leise und bot eine Tasse Tee an. Doch wir mußten weiter, auf die Uhr getippt und nach oben gezeigt. Sie lächelte wieder und bedankte sich für den Besuch, setzte sich wieder an den Heizstrahler und wartete weiter auf Kundschaft. Weiter ging es nun über eine Steintreppe die eine gewisse Kondition erforderte. Von der Aussichtsplattform hatte man einen herrlichen Rundblick auf die Stadt Takamatsu und die vielen vorgelagerten Inseln. Das Wetter muß aber mitspielen, sonst wäre die Aussicht eher neblig und mau, aber wir hatten ja Glück!. Herr Koyama schoß noch ein Foto für seine Homepage. Auf dem anderen Hügel war die Buddhastatue gut zu sehen. Klettern wir da auch noch hinauf? Die Gelegenheit liessen sich einige nicht entgehen und erklimmten auch diesen Berg. Über einen asphaltierten Weg war er gut zu erreichen, aber von Büschen wild bewachsen. Dies ergab einen sehr exotischen Eindruck.

Der Rückweg zum Hafen war leicht es ging ja schließlich bergab. Im Dorf ein kurzer Besuch bei einem Fischer, der zeigte wie man Fischernetze knüpft und erklärte wie diese zwischen den Booten eingesetzt werden. Nach einem Mittagessen ging es mit der Fähre zurück auf das Festland. Am Abend noch ein Bummel durch die überdachten Einkaufspassagen von Takamatsu. Wieder ein schöner Tag in Japan! Danke Koyama-san!

M.K. Aus Hannover

Am 18.10. in Juso-Osaka

Der heutige 13. Urlaubstag sollte besonders lang werden, denn ohne Fruehstueck trafen wir uns schon um 5:15 Uhr in der Lobby des Hotels um nach einer kurzen Busfahrt unsere Faehre nach Kobe zu erreichen.
Als die Faehre dann puenktlich den Hafen verliess, wurden einige Teilnehmer auch noch einmal von der Muedigkeit uebermannt und machten es sich sich auf den bequemen Polstersitzen im ruhigen Aufenthaltsraum des Schiffes gemuetlich.
Belohnt fuer unser fruehes Aufstehen wurden wir von einem wundervollen Sonnenaufgang ueber dem Wasser und der beeindruckenden Fahrt unter der (noch) laengsten Haengebruecke der Welt hindurch.
In Kobe angekommen erreichen wir nach einem kurzen Umsteigen in die Hankyu- Linie unser Hotel in Juso, einem Stadtteil von Osaka. Dieses Hotel wird nun fuer fuenf Naechte unser Quartier und Ausgangspunkt fuer unsere Erkundungsausfluege werden. Auch bekommen wir heute unsere Koffer wieder und koennen unsere bisher gekauften Mitbringsel sicher verstauen sowie die Waesche - falls noetig- in den Hotel-eigenen Maschinen waschen.
Bei einem kurzen Rundgang in die naehre Umgebung des Hotels konnten wir auch feststellen, dass das Restaurantangebot fuer die naechsten Tage recht vielversprechend ist.
Am Nachmittag konnten wir auch noch eine andere Spezialitaet Japans kennenlernen, denn wir besuchten die Asahi-Bierbrauerei und wurden von einer netten Dame durch die Anlage gefuehrt. Nach der Fuehrung konnte das Bier auch probiert werden, und wer wollte oder kein Bier mochte, ebenfalls das Softdrink- Angebot der Firma.
Der kroenende Abschluss des heutigen Tages aber war die Essenseinladung unseres Reiseleiters Herr Koyama, der wir gerne in einem netten kleinen Restaurant Folge leisteten. Vielen Dank noch einmal fuer die nette Einladung Koyama-san, es war sehr lecker!

E.-M. G. aus Bremen
V.B. aus Hannover

Am 19.10. in Nara, Ausflug

Wieder einmal Berufsverkehr um 8:oo Uhr. Die S-Bahn voll und alle in Hektik.

Gerade im Berufsverkehr lassen sich typische Verhaltensweisen der Pendler beobachten.

Entweder ein Buch lesen, am Mobile Sms schreiben, Musik hören oder schlafen. Dies können die Japaner in der Bahn sehr gut.

Ein kleiner Fußweg und wir sind in der Tempelanlage von Nara angekommen. Schon bevor der Tempel zu sehen war, standen Rehe mitten im Weg.

Diese bettelten in aller Ruhe um Futter und ließen sich von den Passanten nicht vertreiben.

Diese Rehe bewegen sich in der gesamten Anlage.

Dort gibt es eine der größten überdachten Buddhastatue und weitere riesige Figuren. Das Gebäude ist komplett aus Holz und hat beeindruckende Ausmaße. Die Menschenmenge schiebt sich langsam durch die Halle. Durch ein Loch, welches nicht wirklich groß ist, in einer Säule kann man durchkriechen. Dies soll langes Leben und Glück bringen.

Das Wetter war wieder sehr schön. Wahrscheinlich deshalb waren auch viele Schulklassen unterwegs.

Im Schrein Kasuga stehen über 3000 Tausend Steinlaternen, die alle von gläubigen gespendet wurden.

Nachdem Besichtigungen machten wir noch einen Abstecher in Namba, einen Stadtteil von Osaka. Viel Leuchtreklame, überall glitzert oder blinkt es, ein Riesenrad ist in ein Haus eingebaut worden und Namba ist ein Treff für junge Leute. Die Einkaufspassage ist ca. zwei Kilometer lang und geht unter der Erde genauso groß weiter.

Aufgrund der langen Spaziergänge fielen wir am Abend von allein ins Bett.

M.K. Aus Hannover

Am 20.10. in Kyoto, Ausflug

Am 20.10. in Kyoto

Wir fahren früh von Juso/Osaka 50 Minuten nach Kyoto. Mit dem Bus geht es zum Ginkakuji Tempel. Der Tempel liegt in einem wunderschönen Landschaftsgarten. Durch eine hohe Heckenallee gelangt man zum Eingang. Gleich am Anfang befindet sich eine geharkte Steinfläche mit dem Sandkegel, der mit dem Berg Fuji in Verbindung gebracht wird. Am Tempelgebäude liegt ein kleiner Teich. Ein Fischreiher stellt sich gut in Pose, damit man ihn super fotografieren kann. Weiter geht es zum Heian-Schrein über den Philosophenweg. Nach der Mittagspause ging es mit Bus und per Fuß durch das Gionviertel zum Kiyomizu-Tempel. Das Rot an den Eingangssäulen leuchtet in der Sonne. Es ist super heiß und wir schwitzen fleißig. Viele Schulkassen bevölkern den gesamten Schrein. Man muß sich etwas durchkämpfen aber es geht. Die Schüler ergattern die Chance und befragen uns. Als Hausaufgabe mussten sie wohl „ausländisch“ ausehende Touristen auf Englisch vorgefertigte Fragen stellen, was beide Seiten sehr lustig fanden. Der Oktober ist die Hauptsaison der Schulausflüge und alles ist auf den Beinen.

Von der Terrasse des Schreins hat man eine wunderbare Aussicht über ganz Kyoto was auch eifrig für schöne Urlaubsfotos genutzt wurde.

Nach dem offiziellen Programm konnte noch jeder seinen Abend selbst gestalten, wie er wollte und liess den Abend ganz individuell ausklingen.

 

I.D. aus Nürnberg

V.B. aus Hannover

Am 21.10. in Kyoto

Am 21.10 in Kyoto.

Der Kinkakuju, der Goldene Pavillion, leuchtet schön in der Vormitttagssonne. Beim Schlendern durch die Parkanlage kann der Pavillion von allen Seiten bestaunt und geknipst werden. Wieder sind viele Schulkassen da. Wie in jedem Schrein, Tempel oder Sehenswürdigkeit gibt es auch hier einige Souvenirläden. Mit Glücksbringern, Anhängern und Süßigkeiten werden die Touristen gelockt. Der Ryoanji Tempel mit seinem beeindruckenden Steingarten folgt im Anschluß. Hier ist etwas weniger los und somit angenehmer zu genießen. Vor dem Gebäude, in dem sich wunderschöne bemalte Schiebetüren und der Steingarten befinden, werden die Schuhe ausgezogen. Durch einen kleinen Flur erreicht man beides. Momente der Ruhe sind jetzt möglich. Die Atmosphäre wirkt nach. Das wunderschöne Gelände mit seinem Teich, Pagoden und Pflanzen lädt zum Fotografieren ein. In der Fußgängerzone wird Mittag gemacht. Im „Doutor“ - einer japanischen Caféhaus- Kette, trifft man immer wieder ein Reisemitglied. Als Tipp: Guter Kaffee, Grüntee mit Milch (Matcha- Latte), Kuchen und warme leckere Baguettes.

Im Nijo Castle werden die Schuhe wieder ausgezogen. Staunend wird durch das Gebäude gewandelt. Nur leise geht dies nicht. Der Boden quietscht hell bei jedem Schritt. Die Nachtigall, die nen Fluren Ihren Namen geliehen hat, lässt sich mit viel Fantasie erahnen. Auch hier sind die Decken- und Stellwandgestaltung sehr beeindruckend. Leider dürfen davon keine Fotos gemacht werden. Also muss man sich mit den Außenaufnahmen des Schlosses begnügen, die aber auch sehr beeindruckend wurden.

Damit geht es zurück ins Hotel bzw. in die selbstgestaltete Abendgestaltung.

I.D. Nürnberg

V.B. Hannover

Am 22.10.

Der Tag ist Ihrer eigenen Kreativität vorbehalten!

Die Führung bei Suntory Whisky fällt aus, da kein Platz mehr frei war.

Eigentlich wollten wir uns das Jidaimatsuri, Herbstfest, in Kyoto anschauen. Wegen dem unbeständigen Wetter wird es abgesagt. Die Kostüme dürfen nicht nass werden.

Zwar ist es bewölkt, trotzdem bestimmt noch 25°C warm.

Alles sehr schade und irgendwie blöd. Die meisten von uns fahren nach Kyoto und machen die Stadt auf eigene Faust unsicher z.B. shoppen, Mangamuseum etc.

Um 21 Uhr werden wir zu einem Getränk vom Reiseleiter in der Lobby eingeladen. Da ist auch die Möglichkeit die zweite Reisegruppe kennen zu lernen.

 

I.D. Nürnberg

Am 23.10. von Osaka nach Ueda

Am 23.10.

Ueda – in den Bergen.

Über Nagoya und Nagano.

Mit einem Schnellzug, dem Shinkansen ähnlich.

Am Bahnhof eine Ekibox gekauft. Jeder Bahnhof in Japan hat spezielle Ekiboxen im Angebot.

Der Zug war auch wieder extrem pünktlich.

Wetter war wieder sehr schön. Im Gebirge aber war es schon merklich kühler als im Flachland.

Am Bahnhof Ueda angekommen wartete schon ein Reisebus des Hotels auf unsere Truppe.

Das Hotel liegt direkt an einem kleinen Flüsschen im Tal zwischen hohen Bergen. Sehr idyllisch.

Im gesamten Hotel wird mit speziellen Hausschuhen gelaufen. Die Straßenschuhe bleiben im Eingangsbereich in speziellen Regalen. Die Zimmer sind mit Tatamimatten ausgelegt.

Ein Bad im Onsen erfrischte nach der Reise.

Das Abendessen war wieder eine Überraschung. Vielfältige Speisen auf kleinen Tellerchen und Schälchen von den Frauen des Hauses serviert. Natürlich stilecht auf Tatamimatten und mit den typisch niedrigen Tischen. Unsere Reisegruppe, alle im Yukata und Hanten (Jacke). Ein kleiner Umtrunk beendete den Abend. Der Tag war auch lang genug, es war ein schöner Schlaf auf dem Futon.

M.K. aus Hannover

Am 24.10. in Ueda, eine Wanderung

Am 24.10

Ein sehr lieb zubereitetes Frühstück und viel Kaffee.

Ein freier Tag, mit einer kleinen Wanderung durch das Dorf und dem nächsten Bergpfad.

Die Vegetation ähnelt der unseren, einige Blätter sind auch schon gelb und rot. Es ist ja auch Herbst! Bambus und Zedern erinnern aber daran, das wir in Japan eine Wanderung unternehmen.

Der Nachmittag war zur Erholung. Einige verbrachten die Zeit bis zum Abendessen ausschließlich im Onsen. Einige hielten lieber ein kleines Mittagsschläfchen.

Zum Abendessen gab es wieder ein wundervolles Essen. Die Frauen und Männer in der Küche des Hotels hatten wieder ein Meisterwerk abgeliefert. Dieses wurde leider verspeist, es war sehr lecker!

M.K. aus Hannover

Am 25.10. von Ueda nach Tokyo

Am 25.10

Frühstück und Abfahrt nach Tokio! Frühstück extra für uns Europäer mit gebratenem Speck und Rührei. Sachen packen und in der Lobby treffen.

Höflich bei den Frauen in der Küche für das leckere Essen bedankt. Die Chefin des Hauses, begleitete uns noch persönlich zum Hotelbus!

Sie wünscht uns (auf japanisch) noch eine gute Reise und das wir jederzeit willkommen sind.

Mit dem Schnellzug Richtung Tokio. Im Schnellzug war der Schaffner wieder sehr korrekt.

Beim betreten und verlassen des jeweiligen Waggons verbeugt er sich. So bekommt Kundenorientierung eine ganz andere Bedeutung.

Schnell im Hotel angemeldet, eine Nudelsuppe im naheliegenden Ramenimbiss eingenommen, mit der Tokio Metro zum Rathaus Tokio.

In diesem mit dem Fahrstuhl bis zur Aussichtsetage. Von dort eine herrliche Aussicht auf Tokio.

Yoyogi-Park, Sky Tree, Tokio Tower und so weiter.

Koyama San führte uns danach noch nach Kabukicho. Ein in Tokio bekanntes Vergnügungsviertel.

Am Ende dieser Tour konnte jeder den Rest des Tages selber gestalten. Kleiner Tip:

Shibuya liegt sehr nah.

M.K. aus Hannover

Am 26.10. von Tokyo nach Narita

Heute ist frei und jeder hat sein eigenes Programm.

Ab 16 Uhr fahren wir nach Narita Airport und übernachten vor Ort.

Am 27.10. von Narita nach München

Ab 10 Uhr fahren wir mit dem Hotelbus zum Flughafen Narita, 10 Minuten Fahrt.

Der Flug LH 715 startet pünktlich um 12:30 Uhr, im August mussten wir 2 Stunden Wartezeit hinnehmen.

Es waren nicht alle Plätze besetzt, aber es wird seit dem Frühling wieder besser und viele Ausländer sind an Bord.

Der Flug war sehr ruhig mit wenigen Turbulenzen. Wir sind pünktlich in München angekommen.