Aktuelle Bilder und Reisebericht Osaka

Fotos und Berichte von der Japanreise im Juni 2011

10.06. Osaka-Namba

9. Juni

Mit Lufthansa LH740 starten wir aus Frankfurt. Die Maschine ist voll besetzt. Ca. 95% der Passagiere sind Japaner.

 

10. Juni

Um 8 Uhr Local Time (in Deutschland ist es 1 Uhr Nachts) landen wir in Osaka Kansai International Airport. Das Wetter ist trübe, aber nicht zu heiß.

Nach dem Check In im Hotel gehen wir zum Shinto-Schrein, um uns Segen für die Reise zu erbeten.

 

Für drei Nächte bleiben wir in Namba, einem Stadtteil Osakas. Um die Nachbarschaft zu erkunden, spazieren wir durch die Einkaufspassagen, die überdacht und regengeschützt sind. Hier wimmelt es von Menschen und man fragt sich, woher all die Leute kommen.

Nach dem Mittagessen möchte ich zur Erholung in ein Bad mit Sauna. Ich frage an der Hotel-Rezeption und erfahre, dass das Bad um die Ecke heute geschlossen ist, es aber noch ein anderes gebe.

Und tatsächlich: Im Oktober 2010 hat 6-7 Minuten vom Hotel entfernt ein neues Badehaus eröffnet, der Eintritt ist nur ca. 8 Euro.

 

Im Vergleich dazu überraschen die Preise für frisches Obst immer wieder. Was kosten Melonen in Japan? Beim Einkaufen entdecke ich eine Wassermelone für 19 Euro, Honigmelonen kosten 7,50 Euro pro Stück!(Natürlich sind die Preise nach oben offen, und so findet man in Japan auch Melonen, für die mehr als 10.000 Euro bezahlt werden: Teure Melonen)

 

Nach ausgiebiger Entspannung in heißem Wasser geht um 18.30 Uhr ein langer Tag zu Ende.

 

11.06. Osaka - Stadtbesichtigung

11. Juni

 

Nach dem Frühstück um 8 Uhr fahren wir ab 9 Uhr zum Schloss Osaka. Seit gestern Nacht regenet es, teils recht kräftig. Außerdem war es sehr warm und die erste Nacht ist wegen des Jetlags immer anstrengend. Da ist es gut, eine Dose Bier im Kühlschrank zu haben. Aber als um 7.30 der Wecker klingelt bin ich nicht wirklich ausgeruht.

 

Im Schloss war wie immer viel los, vor allem chinesische Touristen sind in den letzten Jahren immer zahlreicher geworden.

 

Am Nachmitag kommt endlich die Sonne heraus und wir fahren hinauf auf das Umeda Sky Building. Im Nebengebäude befindet sich im 35. Stock das Deutsche Generalkonsulat. Doch heute am Samstag ist dort niemand im Büro.

 

Später besichtigen wir einen japanischen Elektronikgroßhandel: Yodobashi Camera. Ich entdecke natürlich Produkte made in Germany.

 

Gerade im Sommer muss man in Japan so viel wie möglich Strom sparen, bis zu 15%.

12.06. Nara - Tagesausflug

12. Juni

Wir unternehmen einen Tagesausflug nach Nara. Nara war Japans erste feste Hauptstadt in der Zeit von 710-784. Diese Epoche war für die kulturelle Entwicklung Japans von enormer Bedeutung, und der Einfluss architektonischer sowie relgiöser Prägekräfte vom asiatischen Festland sind in Nara noch immer sichtbar.

 

Besonders bekannt ist der große Buddha des Todaiji, dem man sein stattliches Alter von immerhin 1260 Jahren nicht ansieht. Auf dem Weg dorthin begegnen wir wieder den freilaufenden Rehen, die gefüttert werden wollen.

 

Heute sind nur wenige Touristen unterwegs, was an einem Sonntag ungewöhnlich ist. Am Kasuga-Schrein werden wir Zeuge einer Shintoistischen Hochzeit, ansonsten ist es auch hier sehr ruhig.

 

Nachmittags auf dem Weg zurück nach Namba stürmte plötzlich eine Gruppe von Schulkindern den Zug und sorgte für ein wenig Trubel.

13.06. Osaka-Ohkunoshima

13. Juni

  Ab 8 Uhr fahren wir mit der U-Bahn nach Shin-Osaka. Es ist Rush Hour und es kostet einige Mühe, in die Bahn zu steigen. Nach 20 Minuten erreichen wir den Bahnhof von Shin-Osaka. Hier herrscht ein reges Treiben. Da unser Shinkansen noch nicht bereit steht, gehen wir etwas für das Mittagessen einkaufen.

 

Der Wagon Nr. 2 ist praktisch leer und jeder kann nach Belieben sitzen. Der Zug ist wie immer äußerst sauber und gut beleuchtet. So ist Bahnreisen einfach angenehm. Auf dem Bahnhof hält der Zug pünktlich und milimetergenau an der markierten Stelle – nicht nur für Reisende aus dem DB-Land ist dies immer wieder verblüffend.

 

Nach zweimaligem Umsteigen erreichen wir unsere Fähre um 11.40 ohne Verspätung und setzen über auf die Insel Ohkunoshima. Am Nachmittag unternehmen wir einen Spaziergang auf der Insel. Danach ist Freizeit: Das heißt man kann das Onsen mit Blick aufs Meer genießen. Am Abend gibt es ein ausgiebiges und wohlschmeckendes Mahl.

 

14.06. Ohkunoshima-Ausflug und Wanderung

14. Juni

Mit der Fähre fahren wir zunächst nach Tadanoumi, wo wir etwas fürs Mittagessen einkaufen gehen. Dann geht es den Berg Kurotakisan hinauf auf 266m.

Das Wetter ist gut bei ca. 25°C, aber der Himmel ist ein wenig getrübt. Wir passieren die Tempelanlage und den Friedhof. Auf dem Weg treffen wir einen Japaner, davon abgesehen scheinen wir allein zu sein. Nach dem Läuten der Tempelglocke und einem kurzen Gebet erreichen wir den Gipfel nach etwa 60 Minuten. Von hier oben genießen wir den herrlichen Blick über die Inlandsee.

 

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung, und einige Teilnehmer bleiben noch in Tadanoumi, während die anderen zur Insel zurückkehren.

15.06. Ohkunoshima-Hiroshima

15. Juni

Die Fähre bringt uns um 9.30 von der Insel und dann reisen wir mit der Regionalbahn nach Mihara, wo wir in den Zug nach Hiroshima umsteigen. Wir erreichen Hiroshima um 12 Uhr und machen 45 Minuten Mittagspause. Die lokale Spezialität ist Okonomiyaki: Das muss man gegessen haben und ich kenne ein gutes Restaurant gleich im Bahnhof.

Nach dem Check-In im Hotel laufen wir zu Fuß zum Museum und das heißt zugleich Stadtbesichtigung. Der Friedenspark von Hiroshima ist für alle japanischen Schüler ein Pflichtprogramm und so wimmelt es nur von Schulklassen am heutigen Tag.

 

Zurück im Hotel begrüßt uns Frau Chin, die Hotelmanagerin, herzlich und gesteht, dass sie sich Sorgen um Koyama Japanreisen gemacht habe, nachdem wir im Frühjahr wegen Fukushima kurzfristig über 70 Reservierungen stornieren mussten. Die japanische Art auf solche Rückschläge zu reagieren lautet: Da kann man nichts machen. Wo wüßte man das eher als in Hiroshima. Also gilt es, sich weiterhin Mühe zu geben: Gambare Nippon – Gambare Koyama.

 

16.06. Hiroshima-Tagesausflug nach Miyajima

16. Juni

Wir nehmen die Straßenbahn um 8 Uhr Richtung Miyajima-guchi. Nach etwa 1 Stunde erreichen wir den Fährhafen und nach kurzer Schifffahrt betreten wir Miyajima. Die Insel Miyajima zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Japans, das wissen wohl auch die Schulklassen, die mit uns auf die Fähre warten. In vergangenen Zeiten war das Betreten der Insel nur Männern gestattet.

 

Da das Wetter nicht so recht mitspielen will, entscheiden wir uns gegen die Wanderung hinauf auf den Berg Misen. Wenn das Wetter besser wird, können wir diese Tour morgen nachholen.

Es fällt auf, dass dieses Jahr sehr wenig ausländische Touristen die Insel bevölkern, aber an japanischen Besuchern mangelt es nicht.

 

17.06. Hiroshima

17. Juni


Beim Frühstück herrscht ein wenig Aufregung: Das Computersystem des Hotelparkhauses ist ausgefallen, und da die Fahrzeuge der Gäste automatisch über einen Fahrstuhl in Parkfächer verteilt werden, kommen so einige Gäste nicht an ihr Auto.

 

Dafür scheint heute die Sonne und so entscheide ich mich, abermals nach Miyajima zu fahren, da der Tag für alle zur freien Verfügung steht. Auf der Insel ist wieder viel los und ich fahr mit der Seilbahn nach oben und mache bei dem herrlichen Wetter einige Fotos. Am Abend lade ich alle Teilnehmer der Reise zum Essen ein.

 

18.06. Juso/Osaka-Kyoto

18. Juni

 

Um 9:30 fahren wir mit dem Shinkansen nach Himeji. Hier wollen wir die Burg Himeji besichtigen. Diese wird bis 2015 einer Schönheitsoperation unterzogen. Im Hauptgebäude können wir bis in den 8. Stock mit dem Aufzug fahren. Am Nachmittag um 2.30 nehmen wir den Regionalexpress zurück in Richtung Osaka.

 

19.06. Kyoto

19. Juni

Um 8 Uhr fahren wir mit der Bahn nach Kyoto. Mit U-Bahn und Linienbus geht es zum Tempel Ginkakuji. Es sind schon viele Besucher hier. Nach der Besichtigung spazieren wir über den Philosophenweg. Im Zentrum der Stadt legen wir eine Mittagspause ein. Wenn ich schon in Japan bin, würde ich gerne Sushi essen. Mein Stammlokal ist leider voll besetzt, so verschiebe ich den Besuch auf morgen. Der Nachmittag beginnt mit einem Spaziergang durch die Altstadt. Auch hier sind viele Besucher unterwegs. Das Ziel ist der Kiyomizu Tempel im Osten der Stadt. Von dem Tempel, der an einem Berghang erbaut wurde, kann man die Stadt gut überblicken.

 

20.06. Kyoto

20. Juni

Wieder geht es um 8 Uhr mit der Bahn nach Kyoto. Bei unserer Ankunft regnet es, Regenschirme dominieren die Szenerie. Am Kinkakuji waren viele Besucher, vor allem japanische Schüler. Auch beim Steingarten des Ryoanji sieht man äußerst wenige ausländische Touristen. Zurück in der Stadt ist Mittagspause angesagt, und es ist doch noch möglich in Japan Sushi zu essen. Am Nijo-Schloss sind nur wenig Besucher unterwegs. Bis heute ist uns auch am Kyoto-Bahnhof keine andere deutsche Reisegruppe begegnet. Es scheint, dass derzeit nur die Teilnehmer von Koyama Japanreisen in den Genuss ausgiebiger Besichtigungen in Japan kommen.

 

21.06. Suntory Whisky

21. Juni

Es regnet nicht, sondern die Sonne kommt heraus. Um 9 Uhr machen wir uns auf dem Weg zu Suntory Whisky. Wir aben einen Besichtigungstermin für 11 Uhr und auf dem Weg zum Suntory Whisky entdecken wir in der Garage eines Einfamilienhauses zunächst ein Auto aus Stuttgart. Das deutsche Kennzeichen ist noch zu erkennen. Dahinter steht noch ein weiteres Importfahrzeug aus München. Um 18 Uhr lade ich alle Teilnehmer zum Abendessen ein.

22.06. Osaka

22. Juni

Am heutigen Tag gibt es kein festes Programm. Um für künftige Reisen interessante Sehenswürdigkeiten auszukundschaften, ziehe ich zunächst los zum Ex Nishio Haus. Danach mache ich eine Probebesichtigung in der Asahi-Brauerei. Außerdem sammle ich Informationen, wo man am besten Mittagspause machen kann, und welche Wege am günstigsten sind, um die Ziele schneller zu erreichen.

 

Mit über 30°C ist es heute sehr heiß.

 

 

23.06. Osaka-Frankfurt

23. Juni

Nach einem frühen Start um 5 Uhr geht es mit der Bahn um 6.54 zum Flughafen Kansai, den wir um 8 Uhr pünktlich erreichen. Die Maschine LH 741 hat 10 Minuten Verspätung. Der Weg nach Frankfurt führt über Seoul, Peking, die Mongolei, Moskau und Leipzig wird nur von einigen wenigen Turbulenzen gestört. Die Maschine ist bis auf einige Plätze voll ausgebucht. Das ist schon eine deutliche Verbesserung zum Mai dieses Jahres.

 

An der Gepäckausgabe in Frankfurt musste ich dieses Mal nur 30 Minuten warten. Sonst hat dies immer ca. 50 Minuten in Anspruch genommen. So konnte ich eine Stunde früher den Zug nach Köln nehmen.