Rundreise Hokkaido 2011 B-1 : „Aktuelle Bilder“ 10.-31.05.

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„Aktuelle Bilder“ 13.05. Sendai

13.05.

Um 7.45 verlassen wir bereits das Hotel. Der Shinkansen gen Norden verkehrt wegen der Erdbeben-Schäden nach einem Sonderfahrplan und so verlässt der Zug den Bahnhof von Ueno bereits um 8.18 anstelle der üblichen 8.34. Auch fährt der Shinkansen nicht mit voller Kraft und die Fahrt bis Sendai dauert 30 Minuten länger als sonst.

 

Am Nachmittag fahren wir wie geplant nach Matsushima zur Besichtigung. Auf unserem kleinen Spaziergang erwartet uns ein weiteres Hindernis: Die rote Brücke, die uns hinüber auf eine kleine Insel führen soll, wird renoviert; eine Überquerung ist nicht möglich. Dafür machten wir eine einstündige Rundfahrt mit dem Schiff. Die Sonne kommt heraus und es sind angenehme 22°C. Doch die Tsunami-Katastrophe hat ihre Spuren in diesem Teil Japans hinterlassen: Fast alle Läden sind geschlossen, allerorts sind die Schäden sichtbar und Touristen trifft man nur wenige.

„Aktuelle Bilder“ 14.05. Sendai

14.05.

Zwar ist das Wetter schön, doch hält dieser Tag eine große Enttäuschung für uns bereit: Das berühmte Aoba-Matsuri, das größte Fest in Sendai, entfällt dieses Jahr als Reaktion auf die Katastrophe. Darum unternehmen wir am Vormittag den Versuch einer Stadtrundfahrt mit dem Bus. Doch auch der Bus verkehrt nur eingeschränkt. Durch das schwere Erdbeben besteht die Gefahr eines Steinschlags und die Burg von Sendai kann nicht angefahren werden.

Bei der Mediatheque konnten wir dann aber Fotos machen. Der 5., 6. Und 7. Stock sind aber noch im Bau. Ansonsten sieht man auch hier sehr wenige Touristen.

 

„Aktuelle Bilder“ 15.05. Sendai

15.05.

Auch heute ist wieder sehr schönes Wetter, der Himmel blau und die Temperaturen über der 20°C-Marke. Da das Aoba-Matsuri leider entfällt, bietet sich die Gelegenheit, sich ein Bild von den Auswirkungen des Tsunamis vor Ort zu machen.

Mit der Bahn geht es aus der Stadt Sendai etwa 20 Minuten bis Higashi-Shiogama. Dort muss man in einen Bus umsteigen. Nach kurzem Spaziergang wird dann am Strand das Ausmaß der Flutkatastrophe erstmals erahnbar: Die Häuser sind überwiegend zerstört und werden durch blaue Planen verdeckt.


Ein ähnliches Bild bietet sich in dann in Nakanosakae. Dort passiert man auf dem Weg zum Strand ein Einkaufszentrum, das wegen Wasserschaden geschlossen bleibt. Im Inneren ist alles weggeräumt. Ein bedrückendes Bild. Auf dem Weg sieht man immer wieder umgekippte Autos, die von der Welle erfasst worden waren.Ein ähnliches Bild bietet sich in dann in Nakanosakae. Dort passiert man auf dem Weg zum Strand ein Einkaufszentrum, das wegen Wasserschaden geschlossen bleibt. Im Inneren ist alles weggeräumt. Ein bedrückendes Bild. Auf dem Weg sieht man immer wieder umgekippte Autos, die von der Welle erfasst worden waren.

„Aktuelle Bilder“ 16.05. Tomakomai

16.05.

 

Auf der 2010 neu eröffneten Shinkansen-Strecke fahren wir heute ab 8.05 Uhr nach Shin-Aomori. Der Weg ist gesäumt von Reisfeldern und in der Ferne entdecken wir schneebedeckte Berge. Bei der Ankunft in Shin-Aomori ist es merklich frisch, ca 15°C-17°C. Beim Umsteigen in Hakodate dann merken wir, dass wir mit dem Shinkansen den Frühling überholt haben: Die Bäume muten noch winterlich an.

 

Um 16.45 erreichen wir endlich das Ziel der heutigen Etappe: Tomakomai.

„Aktuelle Bilder“ 17.05. Tomakomai

17.05.

Ab 10 Uhr fahren wir mit dem Zug nach Shiraoi.

Auch heute ist der Himmel blau und es ist nicht warm, ca. 15°C.

Auf der 20 minütigen Fahrt sind außer uns nur sehr wenige Leute.

Am Eingang des Ainu Museums dann stehen wie gewohnt zahlreise Busse, aber im Dorf selbst sehen wir nur 2 Gartenarbeiter bei der Rasenpflege.

Es scheint, dass ich hier mittlerweile ein bekanntes Gesicht bin: einige der Angestellten begrüßen mich und obwohl ich die Namen nicht kenne, erinnere ich mich, sie schon gesehen zu haben.

Dem Chef erläutere ich dann, dass die Angst vor dem Atomkraftwerk Fukushima dazu geführt hat, dass ich dieses Jahr mit einer sehr überschaubaren Gruppe anreise. Er meint, dass seit dem Erdbeben auch die Zahl der japanischen Touristen stark zurückgegangen sei.

Hier in Shiraoi beginnt der Frühling gerade erst. So kommen wir dieses Jahr doch in den Genuss, die Kirschblüte in Japan zu sehen!

 

Am Nachmittag fahren wir zum Badehaus und entspannen hier bis 16.30 Uhr in Sauna und Onsen.

Im Badehaus kann man auch gut und günstig zu Mittag essen. Bei solch schönem Wetter entscheiden wir uns kurzer Hand, zu Fuß zum Hotel zu laufen. Der Spaziergang hat dann zwar 80 Minuten gedauert, aber so sieht man etwas von der Gegend: Tomakomai lebt von der Papierindustrie; eine große Fabrikanlage und zahlreiche Arbeiterwohnungen zeugen davon.

„Aktuelle Bilder“ 18.-19.05. Shikotsuko

18.05.

Um 8 Uhr treten wir die Weiterreise nach Shikotsuko an. In Chitose steigen wir um auf den Bus, der mit nur 5 Insassen außergewöhnlich leer erscheint. Das Wetter ist gut und mit 20°C angenehm warm.

Den Vormittag widmen wir einer Wanderung im Wald. Ein einziger japanischer Wanderer begegnet uns auf dem Weg. Einige Leute sammeln hier Kräuter, die besonders im Frühling hier wachsen. Nach 2 Stunden machen wir Mittagspause, der Nachmittag ist frei. Die Bäume werden erst jetzt langsam grün, damit immerhin 6 Stunden später als daheim in Rösrath. Vor dem Essen geht es dann noch ins Onsen, das Wasser hier verjüngt die Haut. Unser japanisches Hotel steht im Wald, es gibt keine Autos und so ist es sehr ruhig.

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19.05.

Es regnet! Ziel für heute ist der Gipfel des Bergs Monbetsudake (866 m).

Besonders große Lust hat Herr Koyama nicht bei dem Wetter, aber man ist ja nicht zum Vergnügen hier.

Mit meinem Mitreisenden aus Österreich und einem Regeschirm, verlasse ich also um 9 Uhr das Haus. Am Fuße des Bergs sind wir um 9.25. Die Verabredung lautet, dass Herr Koyama erst 20 -30 Minuten später auf dem Gipfel ankommen wird. Der Regen gibt nicht auf. Hinzukommen unangenehme Windböen, die mir den Schirm entreißen wollen.

Am Eingang zum Berg treffen wir 2 Japaner, die ebenfalls nach oben wollen – sie müssen wohl aufgegeben haben. Nicht so wir: Um 11.15 bin ich endlich ganz ob; mein Mitreisender wartet bereits länger auf mich. Zeit, ein paar Fotos zu machen und mit einem Mal sind alle Wolken weg. Nun genießen wir die Sonne nach dem regnerischen Beginn des Ausflugs besonders. Beim Abstieg begegnen wir dnn auch wieder einigen japanischen Ausflüglern.

„Aktuelle Bilder“ 20.05. Sapporo

20.05.

Heute ist eitel Sonnenschein. Um 9.45 nehmen wir den Bus zurück nach Chitose, von wo die Reise weitergeht nach Sapporo. Sapporo ist eine große Stadt mit über 1 Million Einwohnern und 3 U-Bahn-Linien. Die Bahn fährt nicht auf Schienen, sondern auf Reifen und ist ziemlich laut.

Nach dem Mittagessen machen wir uns an das Tagesprogramm für heute: Besichtigung des EX Hokkaido Rathauses. Die Kirschen stehen in voller Blüte, es ist herrlich.

„Aktuelle Bilder“ 21.05. Sapporo

21.05.

Es ist 8.30 und es regnet wieder. Zu Fuß laufen wir zum Bahnhof von Sapporo. Die Weg dauert 25 Minuten – Frühsport. Unser heutiges Ziel ist der Shinrin-Koen (Historical Village Hokkaido) das Museumsdorf von Hokkaido. Hier kann man Häuser vergangener Zeiten besichtigen und so einen Eindruck vom Leben auf Hokkaido in früheren Epochen gewinnen. Unter anderem gibt es ein Fischerhaus, eine Pferdestall, eine Werkstatt, eine Schlittenmanufaktur, einen „Tante Emma-Laden“, eine Sake-Brauerei, einen Friseur, einen Arzt, Landwirtschaftliche Gebäude. Das ganze Dorf ist sehr interessant, da es tatsächlich ein Gefühl dafür vermittelt, wie das vormoderne Hokkaido ausgesehen hat. Allerdings zieht es bei dem Regen nur wenige Besucher in das Dorf.

Später besuchen wir das Gelände der Universität von Hokkaido. Professor Akira SUZUKI wurde vor einigen Jahren mit dem Chemie Nobelpreis geehrt, wodurch die Hokkaido Universität auch internationalen Ruhm erlangt hat.

„Aktuelle Bilder“ 22.05. Sapporo

22.05.

  Heute stehen 2 Programmpunkte auf dem Plan:

Zunächst geht es zur olympischen Skisprungschanze. Zu Fuß klettern wir hinauf zur Startstelle. Herr Koyama benötigt 20 Minuten bis oben, doch leider wird die Anstrengung nur von einer schlechten Aussicht belohnt. Dennoch sind viele Besucher oben, die indessen alle die Seilbahn genommen hatten. Danach wollen wir zu Fuß zurück zur U-Bahn-Station und zum Hokkaido Jingu. Der Hokkaido Jingu ist einer der wenigen Schreine auf Hokkaido.

Auf dem Weg zum Bahnhof kommen wir an einem Sportfest vorbei. Mittagessen haben wir in der Restaurantetage eines Kaufhauses. Am Sonntag sind die Geschäfte geöffnet, nur Banken und Behörden bleiben geschlossen.

Um 14 Uhr am Nachmittag steht eine Fabrikbesichtigung einer Bierproduktion auf dem Plan.

Nach dem Rundgang ist Probetrinken angesagt. Jeder Besucher hat 30 Minuten Zeit, um 3 Gläser zu leeren. Ich nehme nur Wasser, aber zum Andenken nehme ich ein schönes Glas mit.

„Aktuelle Bilder“ 23.05. Sapporo

23.05.
Wir machen einen Ausflug nach Otaru. Um mal was Neues auszuprobieren, laufen wir zu Fuß zum Bahnhof von Sapporo - aber unterirdisch. Herr Koyama hatte einenm Bericht gelesen, dass in Kürze ein Durchgang zum Bahnhof eröffnet werden sollte. Der Weg ist etwa 2,5 km lang, alles unter der Erdoberfläche. Ohne die Notwendigkeit, auf den Strassenverkehr zu achten, legt man die Strecke deutlich schneller zurück; es dauert gerade einmal 20 Minuten. Um uns herum eilen Japaner zur Arbeit.
In Otaru angekommen, setzt abermals Regen ein. Wir nehmen den Bus zur Herling König Aoyama Villa. Dort sind wir praktisch alleine, nur eine emsige Reinigungskraft geht ihrer Arbeit nach. Danach besuchen wir das Onsen-Haus Yunohana. Das Badehaus ist gut besucht und überraschenderweise sehe ich sogar einen Nicht-Japaner.

„Aktuelle Bilder“ 24.05. Sapporo

24.05.

Der heutige Tag ist zur freien Verfügung. Da kann man ausschlafen. Es ist wieder ein sonniger Tag. Heute wollte ich mal die Kantine des Rathauses von Sapporo ausprobieren. Hier kann man auch als Besucher essen und das zum gleichen Preis wie die Angestellten. Für Reis, Beilage und Suppe bezahle ich gerade einmal 350 Yen, in einem normalen Restaurant läge der Preis bei 600 Yen.

Unser Hotel liegt sehr zentral und man erreicht alles in 5 – 6 Minuten.

„Aktuelle Bilder“ 25.05. Von Sapporo nach Morioka

25.05.

Um 8.30 fährt unser Zug nach Hakodate, von wo aus es nach Shin-Aomori weitergeht. Bei der Ankunft in Aomori verkündet eine Durchsage, dass der Zug nich weiter nach Shin-Aomori fahre. Man müsse umsteigen. Die Abfahrt des Ersatzzuges verzögert sich dann abermals, da ein Zug mit Motorschaden das Gleis blockiert. Erst nach 58 Minuten kann es weitergehen und in 4 Minuten erreichen wir endlich Shin-Aomori. Hier heißt es abermals warten, 40 Minuten, bis der nächste Shinkansen kommt. Unser Hotel in Morioka erreichen wir so mit einer Stunde Verspätung. Eine Geschichte, die andernorts kaum erwähnenswert wäre, doch in Japan sind Verspätungen der Bahnen äußerst selten.

„Aktuelle Bilder“ 26.05. Morioka-Amihari Onsen

26.05.

Um 9.30 wollen wir die Stadt erkunden. Die Sonne scheint und es ist richtig warm. War in Sapporo noch Winter ist hier schon Frühsommer. Auf dem Weg begenet uns eine Schülergruppe aus Sendai, die ebenfalls Morioka kennenlernen wollen.

Nach der Besichtigung der Burgruine von Morioka spazieren wir weiter zum Shinto-Schrein. Dort tritt eine Frau auf uns zu, uns zu informieren, dass an diesem Tag das Fest des Sakurayama-Schreins sei. Man könne an einer Tee-Zeremoie teilnehmen. Wir entscheiden uns, zunächst die Besichtigung fortzusetzen doch am Ausgang werden wir erneut freundlich zum Tee eingeladen, und wir lehnen nicht ab, auch wenn uns unsere Garderobe mit Jeans und Regenjacke ein wenig unpassend erscheint.

Oben im Teezimmer angekommen warten schon einige ältere Damen. Dann betreten die Teemeister der Raum und verteilen zunächst Kuchen. Den großen Kuchen zerteilt man mit Bambusstäbchen, was gar nicht so einfach ist. Dann reicht man uns eine Teeschale, die von ihrer Größer eher einem Eimer ähnelt. Jeder Gast trinkt ein, zwei Schlucke. Die Schale wiegt gut und gerne ihre 1-2 kg. Man hebt die Schale langsam und nippt vom bitteren Getränk, dann wird die Schale weitergereicht.

Wir dürfen Fotografieren und werden sogar von einem Reporter interviewt.

Als wir oben kamen warten schon viel Frauen so alter über 60 Jahre noch älter. Wir merken uns: am 26. Mai im Sakurayama-Schrein in Morioka. Ein Besuch der sich lohnt!

 

Am Nachmittag fahren wir mit dem Bus nach Amihari Onsen. Im Bus sind wir beinahe alleine, außer uns ist nur ein einzelner Japaner auf dem Weg nach Amihari. Nach einem entspannenden Bad in der heißen Quelle wartet dann ein üppiges Abendessen auf uns. Das Essen hier ist immer ausgezeichnet.

 

„Aktuelle Bilder“ 27.05. Amihari Onsen

27.05.

Um 9.15 Uhr wollen wir auf den Berg Inukurasan (1408 m) steigen. Unser Hotel liegt auf 760 m, also noch fast 700 Höhenmeter. Im Wald treffen wir zahlreiche Kräutersammler. Der Anfang ist recht steil, aber zum Glück ist es angenehm warm und so geht es stetig bergauf. Irgendwann erreichen wir den Schnee und dichter Nebel zieht auf. Die Schneedecke wird immer dicker und der Nebel immer undurchdringlicher. Unsere Schuhwerk, das der Witterung nicht angemessen erscheint, lässt uns auf 1360m die Entscheidung treffen, wieder hinab zu steigen. Die japanischen Wanderer, die uns entegegenkommen, fallen alle durch ihre robusten Wanderstiefel aus.

Nachdem wir den Nebel hinter uns gelassen haben ist es wieder angenehm warm.

27.05.

Um 9.15 Uhr wollen wir auf den Berg Inukurasan (1408 m) steigen. Unser Hotel liegt auf 760 m, also noch fast 700 Höhenmeter. Im Wald treffen wir zahlreiche Kräutersammler. Der Anfang ist recht steil, aber zum Glück ist es angenehm warm und so geht es stetig bergauf. Irgendwann erreichen wir den Schnee und dichter Nebel zieht auf. Die Schneedecke wird immer dicker und der Nebel immer undurchdringlicher. Unsere Schuhwerk, das der Witterung nicht angemessen erscheint, lässt uns auf 1360m die Entscheidung treffen, wieder hinab zu steigen. Die japanischen Wanderer, die uns entegegenkommen, fallen alle durch ihre robusten Wanderstiefel aus.
Nachdem wir den Nebel hinter uns gelassen haben ist es wieder angenehm warm.
28.05.
Um 9.45 fahren wir mit dem Auto einer japanischen Familie, die wir kennengelernt haben nach Morioka. Es regnet wieder, aber das kleine Auto, ein Nissan March, bietet genug trockenen Raum für alle 5 Personen.
Zum Mittagessen suchen wir ein Lokal, in dem nur japanische Angestellte ihre Mittagspause verbringen. In einer Gasse finden wir solche Restaurants und obschon noch vor 12 Uhr sind diese schon gut gefüllt. Wir setzen uns in die Warteschlange und nach 10 Minuten bekamen wir zwei Plätze zugewiesen. Bei der Bestellung spätestens fällt auf, dass das Lokal auch unter Touristen sehr beliebt ist. Es gibt eine Art Pasta, eine große Portion für nur 500 Yen. Der Laden ist tatsächlich so voll, dass man kaum hindurchkommt.

27.05.

 

Um 9.15 Uhr wollen wir auf den Berg Inukurasan (1408 m) steigen. Unser Hotel liegt auf 760 m, also noch fast 700 Höhenmeter. Im Wald treffen wir zahlreiche Kräutersammler. Der Anfang ist recht steil, aber zum Glück ist es angenehm warm und so geht es stetig bergauf. Irgendwann erreichen wir den Schnee und dichter Nebel zieht auf. Die Schneedecke wird immer dicker und der Nebel immer undurchdringlicher. Unsere Schuhwerk, das der Witterung nicht angemessen erscheint, lässt uns auf 1360m die Entscheidung treffen, wieder hinab zu steigen. Die japanischen Wanderer, die uns entegegenkommen, fallen alle durch ihre robusten Wanderstiefel aus.

Nachdem wir den Nebel hinter uns gelassen haben ist es wieder angenehm warm.

 

„Aktuelle Bilder“ 28.05. Morioka

28.05.

Um 9.45 fahren wir mit dem Auto einer japanischen Familie, die wir kennengelernt haben nach Morioka. Es regnet wieder, aber das kleine Auto, ein Nissan March, bietet genug trockenen Raum für alle 5 Personen.

Zum Mittagessen suchen wir ein Lokal, in dem nur japanische Angestellte ihre Mittagspause verbringen. In einer Gasse finden wir solche Restaurants und obschon noch vor 12 Uhr sind diese schon gut gefüllt. Wir setzen uns in die Warteschlange und nach 10 Minuten bekamen wir zwei Plätze zugewiesen. Bei der Bestellung spätestens fällt auf, dass das Lokal auch unter Touristen sehr beliebt ist. Es gibt eine Art Pasta, eine große Portion für nur 500 Yen. Der Laden ist tatsächlich so voll, dass man kaum hindurchkommt.

„Aktuelle Bilder“ 29.05. Morioka-Tokyo

29.05.

Auf dem Weg Richtung Tokyo mit dem Shinkansen Hayate tritt ein unerwartetes Problem auf. Bei Versuch die Einlassschranken zu passieren, öffnet sich der Durchgang nicht. Unsere Fahrkarte wird nicht akzeptiert. Was tun? Am Schalter weist man uns freundlich darauf hin, dass die Datumsangabe auf dem Ticket den 30.05. ausweist. Heute aber ist der 29.05.!

Man rät uns, die Karte umzutauschen, und nach ein paar Minuten haben wir einen neuen Fahrschein und setzen die Reise ohne Probleme fort.

In Tokyo angekommen erwartet uns schlechtes Wetter: Taifun Nr.1 besucht die Stadt. Und schon am nächsten Tag wird mit Taifun Nr. 2 gerechnet. Das heißt, es regnet mal stärker, mal weniger stark, aber zum Glück hält sich der Wind in Grenzen.

„Aktuelle Bilder“ 30.05. Tokyo-Narita

30.05.

Um 10 Uhr fahren wir nach Ueno und deponieren erst einmal unser Gepäck gemeinsam in einem Schließfach. Der Taifun hat schon an Kraft verloren und es regnet nur noch mäßig.

Heute ist bis 16 Uhr Zeit zur freien Verfügung, ideal um noch ein paar Souvenirs zu besorgen.

Bis 2010 haben wir die letzten beiden Nächte unserer Japan-Reisen stets in Tokyo verbracht, doch wegen der Abflugzeit der Lufthansa LH711 um 9.30 verbringen wir nun die Nacht vor dem Rückflug in Narita am Flughafen. Dort nehmen wir dann um 7.30 den Hotelbus und sind in 10 Minuten am Terminal.

Heute wurde auf NHK über Deutschland berichtet: Die Kanzlerin habe aus Fukushima gelernt und der Plan sei, bis 2022 alle Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten.

Um 21 Uhr kommen unsere kleinen Gruppen nochmals zusammen und wir nehmen einen Abschiedstrunk und danken für die schönen Erfahrungen auf den Japan-Reisen.

„Aktuelle Bilder“ 31.05. Tokyo/Narita-Frankfurt

31.05.

Um 6 Uhr heißt es aufstehen. Ein Frühstück um 6.45 Uhr und dann nehmen wir um 7.30 Uhr wie geplant den Hotelbus zum Flughafen. Um diese Zeit ist Narita sehr angenehm und der Check In ist um kurz nach 8 erledigt. An Bord der Maschine ist es schon voller als zur Zeit unserer Anreise. Man sieht vor allem viele japanische Touristen, doch wirklich lohnend scheint die Passagierzahl für die Lufthansa auch nicht zu sein.

Eine freudige Überraschung dann bei der Ankunft in Frankfurt: Das Gepäck ist pünktlich, und mein ICE nach Köln hat auch keine Verspätung. Ein Umstand, der schon erwähnenswert ist, denke ich zum Beispiel an meine letzte Fahrt im November 2010, als der ICE von Siegburg nach Köln für knapp 20 km gut 50 Minuten gebraucht hat.

Um 18 Uhr komme ich in Rösrath an. Es ist noch hell, aber deutlich kälter als in Tokyo. Damit geht die erste Japanreise 2011 zu Ende. Ich bedanke mich bei den Teilnehmern, die sich trotz allem mit uns auf dem Weg nach Japan gemacht haben!