Drei Wochen Urlaub in Japan - mit uns seit 1987


Das Koyama-ABC

Tipps und Hinweise zu Japan und dem Charakter unserer Rundreisen

Im Folgenden haben wir für Sie ein "Koyama-ABC" zusammengstellt, das auf viele Eigenheiten unserer Japan-Rundreisen eingeht und Tipps liefert. Viel Spaß beim Lesen und vielleicht bald auf unseren Reisen!

A wie Alkohl - Ist in Japan wesentlicher Bestandteil des Soziallebens und wird auch auf unseren Reisen gerne in Form von Bier und Sake (Reiswein) genossen. Wer selbst keinen Alkohol mag, sollte sich zumindest nicht an abendlicher "Bierseeligkeit" seiner Mitmenschen stören.

B wie Bargeld - In Japan unverzichtbar. Sie tun sich selbst und allen Mitreisenden einen Gefallen, wenn Sie bereits etwas Bargeld dabei haben (10.000 - 20.000 Yen). In den Städten können Sie an vielen Orten mit Kreditkarte Geld abheben.

C wie Chinesen - Kommen, dank gelockerter Ausreisepolitik, seit einigen Jahren in riesigen Gruppen zum Shopping und Sightseeing nach Japan. Diese Gruppen benehmen sich anders als Japaner und machen den Aufenthalt an einigen Sehenswürdigkeiten daher manchmal anstrengend. Trotz ihres lauten Auftretens sind viele Chinesen aber nicht direkt unfreundlich.

D wie Doppelzimmer - Sind bei uns in der Regel Zweibettzimmer. Da es in den letzten Jahren schwieriger wird, die passende Anzahl an Zimmern zu bekommen (Chinesen), kann es aber vorkommen, dass nur Doppelbetten oder Einzelzimmer zur Verfügung stehen. Wenn man mit dem Reisepartner auf keinen Fall in einem Bett schlafen möchte, sollte das möglichst früh kommuniziert werden.

E wie Ecoplan - In den Städten übernachten wir in einer Kette von Business-Hotels. Wir nehmen hier den sogenannten Ecoplan in Anspruch. Das "Eco" bezieht sich laut Hotel auf die Schonung der Umwelt durch Zimmerreinigung nur jeden zweiten Tag. Für uns ist das auch praktisch, da wir so an freien Tagen nicht pünktlich das Zimmer räumen müssen. Handtücher gibt es jeden Tag frisch. Natürlich kann das "Eco" auch für "ökonomisch" stehen. Dazu vergleichen Sie bitte unsere Preise mit denen anderer Anbieter.

F wie Freizeit - Findet grundsätzlich ohne Reiseleitung statt und soll eigenständig organisiert werden. Aber keine Sorge, nach wenigen Tagen mit uns in Japan sind Sie in der Lage, sich in den Städten zurecht zu finden!

G wie Gepäck - So wenig wie nötig. Ein normaler Reisekoffer und ein ordentlicher Rucksack sind ausreichend. Zu große Koffer sind ärgerlich für Bus- und Taxifahrer, den Reiseleiter und den Rest der Gruppe. Wir können in nahezu jedem Hotel waschen, trocknen und sogar Wäsche aufhängen. Seife und Shampoo sind auch immer vorhanden. Das Abendkleid können Sie zuhause lassen.

H wie Humor - Keine Nebensache. Koyama-san hat mit seiner unkonventionellen, authentischen Art den Ton geprägt, der auf unseren Reisen herrscht. Wer nicht auch mal über sich selbst, eine Panne oder das Schietwetter lachen kann, wird es schwer haben.

I wie Individuell - sind unsere Reisen in dem Sinn, als dass immer die Möglichkeit besteht, Tagespunkte auszulassen und etwas auf eigene Faust zu unternehmen. Darauf bereiten wir unsere Teilnehmer gezielt vor, in dem wir von Anfang an das selbstständige Zurechtkommen in Japan fördern, z.B. durch den Kauf von eigenen Tickets und selbstständigen Heimwegen.

J wie Japanisch - ist für Europäer sicher keine einfache Sprache. Ein paar wenige Vokabeln erleichtern allerdings den Alltag in Japan (z.B. sumimasen = Entschuldigung). Unsere Reiseleiter geben da gerne ein wenig Nachhilfe. Englisch ist zwar fest im Lehrplan der Schulen verankert, wird aber von den wenigsten Japanern wirklich verstanden oder gar gesprochen. Mit Gestik und einem Lächeln lassen sich außerdem viele Situationen klären, die unter hektischem Einsatz von Englisch meist eher in Ratlosigkeit auf beiden Seiten enden.

K wie Krankheit - wünscht sich natürlich niemand auf einer Reise. Allerdings können lange Fußmärsche, volle Innenstädte und fremde Lebensgewohnheiten anstrengender sein, als einem lieb ist. Wer durch Erschöpfung krank wird oder sich verletzt, hat nicht mehr viel vom Rest der Reise. Kurz: Wir gehen sehr viel zu Fuß, schlafen und essen auf dem Boden und fahren lange Strecken mit dem Zug. Wir raten daher dringend, auf den eigenen Körper zu hören und sich ggf. eine Auszeit vom Tagesprogramm zu gönnen. 

L wie Live dabei - sind daheim gebliebene Freunde und Verwandte fast, wenn Sie unsere Reiseberichte lesen. Diese werden von unseren Teilnehmern freiwillig meist noch am gleichen Abend verfasst und - vom Reiseleiter mit Bildern versehen - auf unsere Homepage gestellt. Dabei sind den Verfassern stilistisch keine Grenzen gesetzt. Ob sachlicher Protokoll-Stil, Mundart oder Berichte aus der Perspektive eines Reisekoffers - wir freuen uns über jeden ehrlichen Bericht. Aber seien Sie vorgewarnt: Wir bleiben beim Finden von freiwilligen Schreiberlingen durchaus hartnäckig ;)

M wie Morgenmenschen - haben auf unseren Reisen Glück, alle anderen müssen ein wenig die Zähne zusammen beißen. Unsere Tage starten meist gegen 8 Uhr. Wer das als zu früh empfindet, darf sich umso mehr auf die Tage der Erholung freuen, die ganz nach eigenem Gusto verbracht werden können, z.B. im Badehaus.

N wie Nahrungsmittelunverträglichkeit - ist in Japan nicht ganz einfach. Die Kennzeichnung von Allergenen ist noch nicht so weit verbreitet, schon gar nicht auf Englisch. Vegetarier und Veganer haben es in Japan relativ schwer. Schweinefett ist gängiger Geschmacksträger, ebenso ausgekochte Fischflocken. Bei gemeinsamen Abenden in traditionellen Unterkünften können wir keine Rücksicht auf Sonderwünsche nehmen. Da die meisten Essen auf Reisen ohne Reiseleitung stattfinden, sollte sich im Vorfeld gut über verträgliche Speisen informiert werden.

O wie Ortskenntnis - ist natürlich Voraussetzung unserer Reiseleiter. Jedoch kann man bei einer dreiwöchigen Reise nicht jedes Ziel wie die eigene Westentasche kennen. Daher sind plötzliche Überfälle mit dem Reiseführer bewaffnet und der Aufforderung "Ich will jetzt zu Ort XY, wie komme ich dahin?" eher selten zielführend. Geben Sie uns etwas Zeit, den Weg zu recherchieren oder erkunden Sie die Stadt individuell.

P wie Platz - Ist in Japan gleich zu setzen mit Luxus. Alles ist kleiner als in Deutschland, angefangen bei den Menschen, über die Höhe der Toiletten bis hin zum Hotelzimmer und der Frühstückslobby. Mehr als reichlich Platz bietet hingegen ein Sitzplatz im Shinkansen.

Q wie Quatschen - ist grundsätzlich eine gesunde Sache auf Gruppenreisen. Allerdings merkt man nach der Ankunft in Japan bald, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln eine nahezu religiöse Ruhe herrscht - und zwar je voller, desto stiller! Wir können versuchen, uns dem ein wenig anzupassen. Mit dem Reiseleiter quatschen kann auch interessant sein, allerdings sollte man berücksichtigen, dass dieser noch viele andere Dinge im Auge und im Ohr behalten muss.

R wie Reiseführer - Können ein nützlicher Begleiter sein, besonders wenn man mehr über historische Hintergründe erfahren möchte. Doch Vorsicht: Wer immer dem "absolut Sehenswerten" hinterher jagt und das Land mit dem Buch vor der Nase bereist, ist blind für die Magie des Augenblicks.

S wie Schietwetter - kann in Japan immer wieder mal vorkommen. Zwar vermeiden wir die regenreichen Monate Juni und Juli, aber gerade in den wärmeren Monaten kann der sog. Ô-ame (Sturzregen) schon mal einen Strich durch die Tagesplanung machen. Da hilft nur Zähne zusammen beißen, ein Notfallpaar Socken einpacken und beim nächsten Schrein noch mehr zum Wettergott beten!

T wie Tickets - ziehen unsere Teilnehmer für den Stadtverkehr selbst. So hat man die Kostenkontrolle und lernt, sich im Bahnnetz zurecht zu finden. In den Ballungsräumen Tokio und Kansai gibt es die Möglichkeit, eine Pre-Paid Karte zu benutzen. Wir empfehlen diese aber eher für erfahrene Japanbesucher.

U wie Unmut - über die ein oder andere Sache macht sich auf langen Reise bei jedem mal breit, das ist ganz natürlich. Die meisten Teilnehmer sind auf unseren Reisen zufrieden bis begeistert, das können wir stolz behaupten. Damit das so bleibt, weisen wir gerne auf unsere vielfältigen Informationen rund um unsere Reisen hin. Für eine schöne Reise ist schließlich auch jeder selbst verantwortlich. Auf Teilnehmer, die durch Besserwisserei, Gemecker und unsoziales Verhalten der restlichen Gruppe den Spaß verderben, verzichten wir gerne - auch schon im Vorfeld.

V wie Vorträge - Können Sie bei uns nicht erwarten. Meist sagen wir zur Einführung nicht mehr als ein paar Sätze zu Sehenswürdigkeiten. Die Besichtigung geschieht dann auf eigene Faust, ohne Führung der Reiseleitung. Die meisten Teilnehmer schätzen diese, auf eigenes Erleben ausgerichtete Art des Sightseeings. Sehr Wissbegierigen sei daher ein Reiseführer ans Herz gelegt.

W wie Wartezeiten - kommen besonders bei Weiterreisen zum nächsten Hotel oder Inlandflügen vor. Zwar planen wir unsere Routen akribisch im Voraus, um aber keinen wichtigen Anschluss zu verpassen nehmen wir im Zweifelsfall immer eine längere Wartezeit in Kauf. Da es meist Interessantes zu sehen/kaufen/essen gibt, lassen sich diese Zeiten jedoch recht gut überbrücken.

X wie XXXL - ist als Kleidergröße in Japan schwer zu kriegen, oft nur auf Bestellung. Wer in trendigen Vierteln wie Harajuku in Tokio einkaufen möchte, steht vor einer besonderen Herausforderung. Dort gibt es manchmal nur eine einzige Größe: XS. Bekleidungsgeschäfte wie die japanische Kette UNIQLO bieten bezahlbare Alltagsmode in vielen regulären Größen.

Y wie Yankee - ist eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung für Nord-Amerikaner. Oftmals werden deutsche Reisende auf den ersten Blick für eben solche gehalten. Gerade in ländlichen Regionen kann es von Vorteil sein, diese Verwechslung zu vermeiden. Unser Tipp zum kulturellen Austausch: Japan ist eines der wenigen Länder, in der die Aussage ドイツ人です ("ich bin Deutscher", gespr. doitzu dschinn dess) nahezu ausnahmslos positive Reaktionen hervorruft.

Z wie Zeitplan - muss bei Tagesausflügen grob eingehalten werden. Unsere Zeiten bei den Sehenswürdigkeiten basieren auf Erfahrungswerten. Es wird trotzdem vorkommen, dass Sie gerne mal mehr oder mal weniger Zeit an einem bestimmten Ort zur Verfügung hätten. Damit muss man zurecht kommen. Oft bieten wir an, die Rückreise zum Hotel nach Anleitung selbst anzutreten und länger am Ausflugsort der Wahl zu verweilen.