Drei Wochen Urlaub in Japan - mit uns seit 1987

Koyama Japanreisen Über Uns

 

Reisebericht und Bilder C-2 2019

"Hokkaidô und Fuji-Besteigung"

01.08.-23.08.


Hier präsentieren wir nach Möglichkeit täglich neue Fotos unserer Reise durch Japan im August.

Vielen Dank an unsere Teilnehmer für das freiwillige Verfassen der authentischen Reiseberichte!


Die Reise beginnt am Seitenende!

23. Tag: Abreise Fr 23.08.

22. Tag: Tokio Do 22.08.

21. Tag: Tokio Mi 21.08.

20. Tag: Tokio Di 20.08.

Tag 20

Heute steht wieder ein Transfer-Tag an; soll heißen, wir verbringen einen nicht unerheblichen Teil des Tages im Zug und kommen an einen neuen Ort. Diesmal geht es von unserem derzeitigen Standort Fujinomiya nach Tokyo zurück. Wir haben auf Anraten von Herrn Koyama bereits am Vorabend unsere Fahrkarten am Bahnschalter in Fujinomiya gelöst und sammeln uns nach dem - wie in Fujinomiya gewohnt - reichhaltigen Frühstück gegen 8:00 Uhr in der Hotellobby. Gemeinsam geht es zum Bahnhof. Wie immer weiß Herr Koyama schon, in welchem Bahnsteigabschnitt wir uns am Besten aufhalten sollten, um im dann ankommenden Zug ein möglichst leeres Abteil zu finden, so dass ein Jeder einen Sitzplatz erhalten kann. Hinzu kommt noch, dass die Hauptverkehrszeit bereits Großteils verstrichen ist und nur noch vergleichsweise wenige Nachzügler in den Waggons zu finden sind.

So fahren wir in ruhiger Atmosphäre, da doch einige von uns noch recht erschöpft sind, zuerst nach Fuji (Stadt) und steigen dort in den nächsten Regionalzug um, welcher uns nach Atami bringt. Zwischendurch steigen immer wieder Leute ein und aus, was uns die Reise recht kurzweilig werden lässt, sofern man nicht ohnehin dösend die Fahrt verbringt. In Atami haben wir einen kurzen Aufenthalt von etwa 15-20 Minuten, den die meisten wieder für ‚Hände-Waschen‘ nutzen. Kurz nach 10 Uhr steigen wir dann zum letzten Mal für heute in einen Regionalzug um, welcher uns dann bis zu unserer Zielstation Ueno bringt. In Richtung Tokyo wird der Zug immer voller und in Ueno dann schlagartig fast zur Gänze geleert, was nicht wirklich überraschend ist, und mich dennoch verwundert die Menschenmengen betrachten lässt. Besonders fasziniert mich die bunte Mischung an Schülern, Angestellten, Touristen und offenbar normale Bahnreisende mit kleinem Handgepäck, was ich so zu dieser Uhrzeit nicht mehr erwartet hatte.

In Ueno werden wieder - wie schon bei meiner vorherigen Reise - 2 Leute auserkoren, die mit unserem Gepäck in einem Taxi zum Hotel vorausfahren und dort ausladen währen der Rest der Reisegruppe mit der U-Bahn fährt und dann in der schwül warmen Luft Tokyos den Rest der Strecke zu Fuß läuft.

Da die Zimmer um diese Zeit (~13:00 Uhr) noch nicht bezugsfertig sind, vertreiben wir uns die Zeit mit einem ausgedehnten Mittagessen und einem Kaffee danach im Doutor (japanisch-stämmige Cafe-Kette vergleichbar mit StarBucks). Im klimatisierten Aufenthaltsraum des Toyoko-Inn kann man dann später die hiesigen Temperaturen auch gut aushalten und gegen 15:00 Uhr erhalten wir unsere Zimmerschlüssel.

Den Rest des Tages verbringt dann wieder jeder nach eigenem Gusto. Manche gehen noch in der Stadt sich amüsieren; andere waschen ein letztes Mal in Japan ihre Wäsche und/oder entfliehen auf ihrem Zimmer der sommerlichen Hitze.

Morgen wird es wieder ein reguläres Programm geben: Wie werden unter anderem auch den Yasukuni-Schrein besuchen, der immer wieder international für Kontroversen sorgt. Mehr davon aber im morgigen Bericht.

Christoph S. aus Nahe von Frankfurt ( 2. Mal dabei)

19. Tag: Fujinomiya Mo 19.08.

19.08.

Nach den gestrigen Strapazen beim Aufstieg auf den Fuji, stand der heutige Tag ganz unter dem Motto „Erholung“.

 

Nach einem reichhaltigen Frühstück teilte sich unsere Gruppe um 10 Uhr auf, um mit mehreren Taxen zu einem japanischen Badehaus „Hana no Yu“ zu fahren, wo man gut den ganzen Tag verbringen kann. Das Badehaus liegt zwar nur 2 Kilometer vom Hotel entfernt, nach dem gestrigen Tag stand aber sicherlich keinem die Laune danach, die Straße Bergauf zu laufen.

Als erstes wurden nach dem Betreten des Gebäudes die Schuhe ausgezogen und in einem abschließbaren Schränkchen verstaut. Auf Socken ging es dann weiter.

Bereits im Eingangsbereich zeichnete sich durch die Anwesenheit von Billardtischen oder Tischtennisplatten ab, dass es sich hier nicht um ein kleines Badehaus handelt. Die für Japan typischen Kranichspiele waren natürlich auch vertreten.

 

Nachdem der Eintrittspreis bezahlt war, bekam jeder eine Tasche, in welcher ein Trockentuch und ein Yukata in passender Größe enthalten war. Der Schlüssel für den Schuhschrank wurde am Empfang abgegeben und gegen einen Schlüssel für die Umkleide eingetauscht. Koyama-san bemerkte trocken: “Damit man nicht weglaufen kann.“

 

Nachdem der zugehörige Spind unter der merkwürdigen Nummernsortierung gefunden wurde und sich entkleidet hatte, konnte der Badespaß beginnen. Nach der üblichen Ganzkörperwäsche standen mehrere Saunen und Badebecken zur Auswahl. Ich ging zunächst in das Salzbecken und merkte recht schnell, dass ich mir gestern doch einige Schürfwunden zugezogen habe.

 

Es gab zusätzlich einen Außenbereich, wo auch ein Becken mit „natürlich grünem Tee“ untergebracht war. Ich würde jedenfalls keinem raten, dass Wasser zu trinken.   Andere Kräuterbecken standen ebenfalls zur Verfügung und ein klassischer Whirlpool war ebenfalls vorhanden, wobei mir der nicht ganz zu funktionieren schien.

 

Abgerundet wurde das Bad mit einem Saunagang in einer klassischen finnischen Sauna und danach machte sich die Belastung für den Kreislauf doch bemerkbar.

 

Es war also an der Zeit den Saunabereich zu verlassen und eine Etage höher, in den Entspannungsbereich zu wechseln. Hierzu konnte man sich nach Belieben seine normalen Klamotten oder den Yukata anziehen. Ich wählte Letzteres.

 

Nach dem Baden galt es zunächst den Durst mit einem kühlen Glas Wasser zu löschen und sich anschließend auf den im Eintrittspreis enthaltenen Massagesesseln zu entspannen. Der ein oder andere ist bei der Massage wohl eingeschlafen.

 

Im Restaurant konnte anschließend der Hunger gestillt werden. Die Gerichte waren allesamt sehr gut und auch preislich nicht zu sehr überteuert. Bezahlt werden musste nicht direkt. Die Bestellungen bzw. die Preise derselben wurden auf die Spindnummern gebucht, so dass beim Verlassen des Bades die Rechnung zu begleichen war.

 

Nach dem Essen widmete ich mich den ebenfalls kostenfrei zur Verfügung gestellten Retro-Spielekonsolen. Ein anderer Reiseteilnehmer zeigte sich ebenfalls interessiert, so dass wir uns zuerst  an Super Mario Bros. 3 probierten. Allerdings ist es schon eine Weile her, seitdem das Letzte mal Super Mario gespielt wurde und dementsprechend war auch unser Spielkönnen. Wir probierten noch einige andere Spielklassiker aus, bevor wir auf die Uhr schauten und feststellten, dass es bereits später Nachmittag war. Es hieß also, sich so langsam zurück zum Hotel zu begeben, da es Spätnachmittags bzw. am frühen Abend laut Wetterbericht noch regnen sollte.

 

Zum Hotel ging es zu Fuß zurück und nach dem Bad waren die müden Muskeln für die Strecke gut erholt. Unterwegs konnten noch ein paar Fotos gemacht werden.

Der Abend wurde dann je nach eigenem Gutdünken verbracht.

Morgen geht es dann Richtung Tokio, der letzte Tag ist leider nicht mehr allzu fern.

 

Thorsten S. aus Bochum, zum vierten Mal mit Koyama unterwegs.

18. Tag: Fujinomiya So 18.08.

Nachricht: So , heute war nun der große Tag der Wahrheit.

 

Bevor es nun auf den Mt.Fuj ging, war um 6.20 Uhr in der Früh eine Stärkung angesagt.  Das morgendliche Frühstücksbuffet war dafür auch sehr umfangreich. Für jeden etwas dabei.

Pünktlich um 7 Uhr ging es mit zwei Taxis in Richtung Mt.Fuj zur 5th.Station auf 2400m.

 

Bevor das Bergsteigen losging, wir konnten es ja kaum erwarten, erhielten wir vor Ort noch eine kurze Unterweisung von Koyoma-san wo wir die Rückfahrtickets erhalten und unser Bus zurück geht.

Dann ging es los, jeder mit seinem eigenen Anspruch und Tempo begann die Besteigung des Berges.

 

Am Anfang war der Anstieg noch im anständigen Bereich. Je höher wir kamen wurde auch der Anstieg immer steiler. Am Anfang des steileren Abschnitts mit Granitstein und später mit Magma durchzogen. Der letzte Abschnitt verlangte von denen aus unserer Gruppe die es geschafft haben noch mal alles.

Dann waren wir am Ziel unserer Wünsche und harten Herausforderung.

 

Oben selber hatten wir einen guten Blick zum Krater und zur geologischen Station, jedoch leider nicht in Richtung Horizont. Dort war leider alles mit Wolken bedeckt. So ist es nun mal auf dem Berg. Trotzdem hatten wir beim Aufstieg optimales Bergwetter bei 12 Grad, leichtem Wind und wechselnder Bewölkung.

 

Der Abstieg begann bei Regen, der dann nach einiger Zeit aufhörte, wir aber fast die ganze restliche Zeit in der Wolkendecke hinunter gingen.

Darauf hinweisen möchte ich noch, dass die Höhenluft nicht zu unterschätzen ist. Auch ich hatte kurzzeitig damit zu tun. Es ist wichtig sich langsam darauf einzustellen.

 

Wir haben dann glücklich den Bus erreicht und sind geschafft wieder im Hotel angekommen.

Ich denke jeder aus unserer Gruppe, hat für sich schöne Eindrücke gewinnen können.

Und hat es diesmal nicht geklappt, dann beim nächsten mal bei Koyama Reisen.

In diesem Sinne

 

Michael R. aus der Nahe von Berlin (2. Mal dabei)


Tag 18

Der Fujiyama oder wie die Japaner ihn nennen Fuji-san: 3776 Meter hoch und das Wahrzeichen Japans schlechthin.

Heute steht seine Besteigung an und die Gruppe hat sich in den letzten Tagen darauf vorbereitet. So mancher hat den Inukurayama bei Amihari Onsen als Generalprobe dafür verwendet, ein anderer vielleicht besonders mit Übungen und viel Ruhe Kraft gesammelt.

Ich für meinen Teil habe keine besonderen Vorbereitungen an Fitness getroffen außer auszuruhen und Kraft zu sammeln. Meine am vierten Tag ausgekugelte Schulter und Muskelzerrung im rechten Arm ist mittlerweile auskuriert. Die Ausrüstung ist beisammen und in gutem Zustand… soweit ich das beurteilen kann.

So starte ich den Tag mit einem schnellen gehaltvollen Frühstück - zwei Teller(chen) Curry-Reis - und fahre dann mit der Gruppe in den für 7:00 Uhr bestellten Kleinbussen zum Fuße des Fuji. Große trübe Wolken hängen tief und versperren uns den Blick auf den majestätischen Berg, dessen Größe wir auch später durch die Witterung nur ansatzweise sehen können werden. Auf der sogenannten fünften Station bei 2400 Metern Höhe angekommen, werden wir von Herrn Koyama in die Gegebenheiten eingewiesen und bekommen den Abfahrtsort für den letzten Bus um 19:00 Uhr gezeigt.

Dann geht ein jeder wie es die persönliche Fitness und der Ansporn erlauben den Berg hinauf. Es beginnt an der Station noch mit einigen betonierten Stufen, die aber schon nach wenigen Metern enden und in den für den Fuji üblichen Schotter- und Kies-Weg übergehen. Dieser Weg istzuweilen von kleineren und größeren Steinen durchsetzt, die an manchen Stellen durch Stahlstangen und hölzerne Balken an Ort und Stelle gehalten werden und für ‚natürliche‘ Stufen sorgen, die bis zu 40 cm und mehr an Höhe aufweisen. Das Wetter ist bisher trocken und nur leicht windig, was bei den (noch) angenehmen 20 °C und zw. 5-10% Steigung für leichtes Schwitzen sorgt. Schon nach 100 Metern Höhenunterschied ist die erste Zwischenstation (sechste Station auf 2500 Meter) erreicht und bereits hier hat sich die Gruppe von 14 Personen vollkommen zerfasert und sich in den Reihen der übrigen Touristen und einheimischen Bergsteiger verteilt.

Hier beginnt nun der richtige Aufstieg. Der Weg, welcher bisher noch recht angenehm zu laufen und von zuweilen einfachen Kieswegen über 300m fast geradlinig zu begehen war, geht nun in immer steiler werdende Abschnitte über, die von großen Steinen durchsetzt und von losem Geröll abgelöst werden über. Die Steigung ist nun durchweg über 10% und so mancher betagte Bergsteiger legt bereits hier immer öfter eine kleine Rast ein. Erfahrene Bergsteiger, die diese Strecke schon öfter gegangen sind, sieht man in kleinen fast bedächtig wirkenden Schritten den Berg hinauf gehen. Zu ihnen zählt auch der „Mr. Fuji“, der uns später begegnen wird; hierbei handelt es sich um einen pensionierten Lehrer, der den Berg angeblich schon über 2000 Mal bestiegen haben soll. Auffällig ist dieser ältere Herr nur durch die Vielen Fotos, um die er von den Besucherscharen gebeten wird und auf denen er auch offenbar gerne lachend posiert.

Ich spüre so langsam, dass ich mein Tempo gefunden habe und muss seltener stehen bleiben um den Kreislauf zu beruhigen oder die eingangs noch etwas verspannten Beinmuskeln zu massieren. Bald haben wir die siebte neue Station erreicht, die auf 2780 Metern Höhe liegt. Ich habe mir an der Startstation einen hölzernen Sechskant-Stab besorgt, der dort bereits mit den Brandmarken der Station versehen verkauft worden ist. Hier an der nächsten Station hole ich mir für einen kleinen Obolus von 300 Yen das Brandzeichen dieser Station und gehe nach einer kleinen Pause weiter. Ich steige jetzt mit zwei weiteren Reiseteilnehmern auf und gemeinsam fröhlich plaudernd besteigen wir den Berg und scherzen. Immer wieder hält man an um mit den anderen Aufsteigenden oder entgegenkommenden Absteigern ein kurzes Gespräch oder auch nur ein freundliches aufmunterndes Wort zu wechseln. Hier begegnet uns auch einer der Reiseteilnehmer, der bereits gestern abend den Berganstieg in angriff nahm und in einer Nachtwanderung bis zum Gipfel gelangte um sich dann dort den Sonnenaufgang anzusehen. Die unten an der Startstation noch einigermaßen dicht gedrängt laufenden Menschentrauben haben sich hier bereits deutlich ausgedünnt und wir kommen gut voran. Einen der Reiseteilnehmer verlässt aber alsbald die Kraft und wir gehen noch gemeinsam bis zur alten siebten Station, welche auf 3010 Metern Höhe liegt. Der Wind hat mittlerweile weiter zugenommen und die Temperatur ist auf etwa 10 Grad abgesunken. Hier schießen wir noch gemeinsam Fotos und beginnen dann langsam gemeinsam den Abstieg.

Je tiefer wir kommen, desto mehr Menschen kommen uns nun entgegen und ebenso nehmen die Gruppen der geführten Bergtouren zu. Dass wir umkehrten stellt sich bald als Glücksfall heraus, denn etwa 150 Höhenmeter vor der „Tal-Station“ beginnt es erst leicht, bald aber sehr heftig zu regnen, so dass man kaum 30 Meter weit sehen kann. Der abschüssige Weg wandelt sich von dem vorhin noch gut begehbaren Schotter-Kies-Geröll-Gemisch zu einer tückisch glitschigen Partie, die man nur mit großer Sorgfalt und Konzentration laufen kann. An der Talstation angekommen besorgen wir uns Fahrkarten für den nächsten Bus zurück in den Ort und warten die verbleibende Zeit im Souvenirladen ab, da es noch immer heftig regnet. Kurz bevor der Bus kommt lässt der Regen etwas nach; ich bin sowieso patschnass trotz Regenkleidung. Nur gut, dass ich meine wichtigen Gegenstände in weiser Voraussicht in Plastiktüten verstaut hatte. Im Bus läuft jedenfalls die Klimaanlage und die Sitzheizung, was die Fahrt dann doch recht angenehm verlaufen lässt.

Gegen 14:30 Kommen wir dann wieder in Fujinomiya an und begeben uns zu aller erst auf unsere Hotelzimmer um ausgiebig zu duschen und die Kleidung zu wechseln. Der feine Staub des Fuji hat sich in jeder Ritze breit gemacht. Als ich mich wieder einigermaßen gereinigt fühle, gehe ich nochmals in den Ort um mich etwas umzusehen. Mein Weg führt mich auch noch einmal zum Fuji-Haupttempel, wo ich mit einer weiteren kleinen Spende für die erfolgreiche und vor allem unfallsfreie Besteigung danke. Auf dem Rückweg zum Hotel mache ich noch einen Schlenker über den hiesigen Superstore und kaufe ein kleines Abendessen ein. Des Rest des Tages lasse ich dann so ausklingen und schreibe eben diesen Bericht.

Morgen wird es in den Onsen gehen und einfach nur entspannt. Ich freu mich drauf.

Christoph S. aus der Nahe von Frankfurt (2. Mal dabei)

17. Tag: Fujinomiya Sa 17.08.

Am 17. Tag unserer Reise stand ein längerer Transfer von Aomori nach Fujinomiya auf dem Plan.

 

Wir starteten noch vorm Frühstück vom Hotel, um die erste Etappe von zirka drei Stunden mit dem Shinkansen, von Aomori nach Tokio, zurückzulegen. Aufgrund der bequemen Sitze und der kurzen Nacht, hörte man während der Fahrt kaum ein deutsches Wort.

Nach drei weiteren Etappen mit verschiedenen Zügen, erreichten wir mittags unsere neue Unterkunft in Fujinomiya.

 

Am Nachmittag besichtigten wir den Segentaisha Schrein, bei dem sich für Reisende die Möglichkeit bietet Glücksbringer für den Fujiama Aufstieg und alle anderen Lebenslagen zu kaufen.

 

Auf dessen hinweg stellte sich mir die Frage wie japanische Adressen funktionieren, da ich an den Gebäuden keine Hausnummern ausfindig machen konnte.

Nach Aussage von Koyama-San, ist der Postbote wohl der einzige der sich wirklich auskennt😅

 

Nach dem Schrein führte uns Koyama-San noch zu einem nahegelegenen Kaufhaus, wo sich die Gruppe dann trennte und der restliche Abend zur freien Gestaltung offen stand.

 

Mein Bruder und ich nutzten die Gelegenheit um das im Kaufhaus befindliche Kino zu testen und uns einen nicht tiefgründigen japanischen Anime anzuschauen.

Fazit: Ich hab kein Wort verstanden, war aber trotzdem geil.

 

Mathias R. aus München

16. Tag: Aomori Fr 16.08.

Unser letzter voller Tag in Aomori – morgen geht es aus dem Norden wieder zurück in die viel wärmere Zentralregion. Passend für einen letzten Tag war heute Baden und am Strand liegen geplant. So sind wir früh zusammen zum nahegelegenen Bahnhof aufgebrochen und haben uns Tickets gekauft. Die Besonderheit war diesmal, dass wir nicht mit einem JR-Zug gefahren sind, und damit unsere Pasmo-Karten nicht genutzt werden konnten. Wir hatten also die Freude, japanische Ticketautomaten zu verwenden. Die sind schon großartig. Unkompliziert, schnell – ganz anders, als man das von Deutschland gewöhnt ist.

 

Unser Ziel war die Stadt Asamushi-Onsen (浅虫温泉). Ein kleiner Kurort, etwa zwanzig Minuten mit einem regionalen Zug von Aomori aus erreichbar. Die 166,000 Einwohner hatten sich wohl alle versteckt, oder am Strand versammelt. Unterwegs war es ziemlich einsam. Nur die direkt am Strand vorbeiführende Schnellstraße war rege befahren.
Am Strand selbst war es vor allem sehr heiß. Die angeschlagenen 32°C waren in der Sonne schon sehr sehr warm. Aber Koyama kennt natürlich alle Tricks und hatte neben frischen Picknickmatten, natürlich auch den richtigen Ort parat, so dass wir alle schattig sitzen konnten.
Wenn man ins Wasser geht, merkt man gar nicht mehr, dass man ja eigentlich im offenen Meer ist. Es ist so seicht und durch die Bucht geschützt, dass das Wasser tatsächlich bis auf 24°C warm wird. Sogar ich war im Wasser! Und das ist sehr sehr selten.

 

Dieses seichte und laue Gewässer, welches natürlich sauber einen mit Boyen markierten Schwimm-, oder besser „Badebereich“ eingrenzt, hatte auch noch ein Highlight. Eine kleine künstliche, schwimmende Plasteinsel, die auch sofort von der Gruppe Ausländer (also uns) in Beschlag genommen wurde. Das rief auch direkt, wie beim ersten Strandbesuch, die Wasserwärter auf den Plan, die sich sogar dazu genötigt fühlten, extra zu uns ins Wasser zu kommen um uns, ganz umständlich und auf Japanisch zu erklären, dass man von der Insel nicht springen darf…

 

Nachmittag habe ich mich in kleiner Gruppe zum Ausflug in die Einkaufsstraßen Aomoris begeben. Ganz wagemutig haben wir uns ohne weitere Hilfe Einheimischer mit dem Bus auf den Weg gemacht. Mal ohne landeskundigen Reiseführer mal so auf eigene Faust zu fahren war auch interessant. Wir haben dann auch sehr schnell den Laden gefunden, den wir vorher im Internet ausgemacht hatten, und dort ein, zwei Stunden verbracht und das lokale Angebot durchstöbert.
Das am Abend in Aomori stattfindende Fest des Deutschen Bieres hatten wir eigentlich als Ziel ausgemacht. Dann aber haben wir die Eröffnung im Fernsehen gesehen und jemand hatte gelesen, dass bereits der Eintritt 200 Yen kostete – mal von den Bierpreisen ganz abgesehen. Also haben wir lieber etwas in der nahen Einkaufsstraße gegessen und sind dann „früh“ ins Bett. Immerhin stand am nächsten Tag Treffen um 05:00 Uhr an!

 

Christian aus Berlin (drittes Mal dabei)

15. Tag: Aomori Do 15.08.

Heute sind wir mit dem Zug von Sapporo nach Aomori gefahren. Es ging um 7:50 Uhr verhältnismäßig früh los (in Sapporo waren wir 9:30 Uhr als Treffzeitpunkt gewohnt). Wir sind zunächst mit einem Regionalzug auf Hokkaidō und anschließend mit den Shinkansen vom südlichen Zipfel von Hokkaido nach bzw. in Honshu gefahren. Langsam merkt man, dass unsere Reisegruppe gut einkauft – das Reisegepäck wird mehr und mehr.

 

Auf dem ersten Teil der Strecke hatten wir aufgrund von Obon keine Sitzplätze. Koyama hat uns jedoch rechtzeitig zum Zug und den Wagons ohne Sitzplatzreservierung gelotst, sodass jeder von uns (ohne zu drängeln) einen guten Sitzplatz hatte. Endlich konnten wir in dem Zug ein lang ersehntes Feature ausprobieren. Wir haben einfach einen 2er Sitz durch einen Fußhebel um 180° gedreht, sodass wir aus 2 2er Sitzreihen einen 4er Platz „konfigurieren“ konnten. So kann man sich als Zugreisender überlegen, ob man zu zweit oder zu viert reisen möchte. Nach diesem Erfolgserlebnis haben wir es allen anderen Japanern (und Touristen) gleichgetan - wir haben gedöst. Einem bleibt aber auch nichts anderes übrig. Der Zug rüttelt einen einfach in den Schlaf. Der ein oder andere viel sogar seinen Sitznachbarn fast in den Schoß 😊.

 

Nach Ankunft in Shin-Hakodate sind wir in den Shinkansen umgestiegen. Wir hatten eine gute halbe Stunde Aufenthalt. Im Grunde ausreichend – außer man stellt sich an der Frauentoilette an. Nach kurzer Fahrt sind wir in Shin-Aomori angekommen und noch 6 Minuten mit einer Regionalbahn nach Aomori gefahren – dem Ziel für heute.

 

Als wir ankamen, hat uns wieder die wohlige Wärme der Hauptinsel empfangen- warm und feucht. Das Hotel liegt nah am Bahnhof, wir sind wie gewöhnlich hingelaufen und haben eingecheckt. Das Verrückteste am heutigen Tag wahr wohl, dass die Erde gebebt hat, während wir in der Lobby waren (Stufe 4). Zunächst konnten wir das nicht einordnen, bis wir Wasserflaschen und andere Objekte haben wackeln sehen. Es war ziemlich surreal und auch nicht sonderlich stark (es ist nix umgefallen). Die Japaner in unserer unmittelbaren Umgebung hat es nicht gestört - nur die Touristen waren etwas überrascht.

 

Danach haben wir die Pier etwas erkundet. In Aomori ist es sehr ruhig. Früher musste man hier umsteigen, wenn man von Honshū nach Hokkaidō wollte, da war noch etwas mehr los. Jetzt kann man sich ohne große Menschenmengen (sehr ungewohnt für Japan) in die Meeresbrise setzten und die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Das haben wir dann auch gemacht.

 

Elisa aus Berlin (zweites Mal dabei)

14. Tag: Sapporo  Mi 14.08.

Tag 14

Heute ist ein freier Tag, d.h. es gibt zwar ein kleines optionales Programm, aber jeder kann den Tag nach eigenem Gutdünken gestalten. Ich stehe also wie (fast) immer gegen 6:30 Uhr auf und frühstücke dann gegen 7:00 Uhr. Danach mache ich einen kleinen Morgenspaziergang und lasse das morgendliche Stadtleben Sapporos auf mich wirken.

Um 10:00 Uhr treffen sich dann drei der Reiseteilnehmer mit Herrn Koyama in der Hotellobby um gemeinsam einer der hiesigen Badehäuser aufzusuchen. Wir fahren mit der U-Bahn von der nahegelegenen Station bis zum Hauptbahnhof und laufen dann von dort aus den Rest des Weges in nordwestlicher Richtung zum Badehaus. Wer keine Handtücher mitgebracht hat, kann sich dort welche leihen: das große Badetuch für 100 Yen und das kleine Waschlappentuch für 130 Yen (darf man behalten).

Im Badehaus wird nach dem Entkleiden die übliche Vollkörperwäsche auf dem Schemel im Sitzen vollzogen. So gereinigt stehen dem Besucher nun alle Becken und Wellnessoptionen offen. Das Badehaus umfasst 6 Becken: ein „Startbecken“ (~30°C), 3 Whirlpools (~ 33°C), ein Abkühlbecken für nach dem Saunieren (15°C) und ein „Onsenbecken“ (41-43°C). Weiterhin stehen dem Besucher eine Trockensauna und ein Dampfbad zur Verfügung. Wenn man nach den heißen Bädern etwas entspannen möchte, kann man das unter freiem Himmel gerne auf den bereitstehenden Stühlen im Innenhof des Badehauses tun oder sich auf den steinernen Liegen gemütlich machen. Zudem gibt es noch einige steinerne Bänke über deren geschwungene Sitzflächen beständig warmes Wasser herabläuft so dass man - zwar am Rücken wohlig gewärmt – bei der leichten Brise etwas abkühlen und sich sonnen kann.

Da das Badehaus an ein Hotel angeschlossen ist, kann man nach dem Baden die Dienste der Hotelküche in Anspruch nehmen. Nach etwa 2 Stunden im Badehaus ist es dann genug für mich und ich genieße im teils japanisch, teils westlich eingerichteten Speise- und Ruheraum ein Mittagesen zu einem vernünftigen Preis. Herr Koyama nimmt für die Rückfahrt die U-Bahn während ich mit einem anderen Mitreisenden den Weg zum Hotel zurück laufe und wir uns dabei Sapporo noch etwas genauer anschauen.

Nach einer kleinen Ruhepause im Hotel geht es dann um 18:00 Uhr wieder los zum Odori-Koen (Hauptverkehrsstraße Sapporos mit einer großen Grünanlage zwischen den gegenläufigen Fahrbahnen) wo zum Abend hin das Obon-Fest stattfindet. Im Vergleich zu den Bierfesten der vorangegangenen Tage ist der Aufbau mit nur etwa acht Ständen für das Leibliche Wohl und einer Umkleidekabine („Coat-Room“) sehr überschaubar. Zentrum für dieses Fest ist aber ohnehin die in der Mitte des Platzes stehende Bühne auf der mit Trommeln, Flöte, Mini-Gong und Gesang das Lied für den Reigen lautstark angestimmt wird.

Bis kurz vor 19:00 Uhr wird eine vereinfachte Kinderversion gespielt, zu der sich viele Eltern mit Kindern und einige Jugendliche rund um die Bühne im Obon-Tanz bewegen. Dann werden die Kinder zu einem Stand dirigiert, an dem sie sich ein kleines Andenken abholen können und die Spielmannstruppe für den erwachsenen Teil macht sich bereit. Das Klangbild ändert sich deutlich vom vorigen kindlichen Gesang hin zu teils inbrünstig, teils bedacht, mal beschwingt und mal eher nachdenklich ruhig vorgetragenem Gesang. Begleitet von den Zwischenrufen der Begleitsänger und dem beständigen Trommeln und Flötenspiel dauert der Tanz nun sehr lange an (~21:00 Uhr). Beeindruckend ist auch, dass sich die Trommler beständig nach 2-3 Minuten abwechseln ohne dass die musikalische Begleitung auch nur im geringsten gestört wird; was bei den Flötenspielern und beim Mini-Gong durch Fade-In – Fade-Out möglich ist erfordert hier präzise Koordination. Toll!

Nachdem die Sonne untergegangen ist, frischt der Wind etwas auf und der baldige Herbst kündigt sich mit kühlen Böen an. Da ich nur leicht bekleidet zum Fest ging zieht es mich nun auch ins Hotel zurück. Morgen wird es nach Aomori gehen. Der Himmel sieht so aus, als ob wir morgen bei wunderbarem Sonnenschein diese schöne Stadt verlassen werden. Sapporo hat sich bei mir mit vielen positiven Erinnerungen eingeprägt und ist sicher einen weiteren Besuch wert.

Christoph S. aus in der Nähe von Frankfurt ( 2. Mal dabei)

13. Tag: Sapporo Di 13.08.

Der heutige Tag stand im Zeichen des Sports.

 

Wir besuchten die olympische Skisprungschanze von Sapporo.

Hier konnte man per Seilbahn oder zu Fuss zur Spitze der Schanze gelangen.

Dort wurden wir mit einem wunderbaren Ausblick über Sapporo belohnt.

 

Danach teilte sich die Gruppe.

 

Während die einen zum Rathaus fuhren und in der dortigen Kantine Ihr Mittag genossen, liefen die anderen gemütlich von, der Schanze aus, wieder nach Sapporo zurück.

 

Der Nachmittag stand dann für jeden frei zur Verfügung.

 

Mathias F. aus Magdeburg (5. Mal dabei)

12. Tag: Sapporo Mo 12.08.

Unsere heutigen Ziele waren fußläufig erreichbar und so machten wir uns um 9:30 Uhr auf den Weg. 

 

Nach wenigen Minuten betraten wir ein umzäuntes Gelände, welches eine ganz normale Parkanlage hätte sein können. Rechts und links lagen, von unterschiedlichsten Baumarten und Sträuchern umsäumte, große Teiche. Die vielen Seerosen rundeten das Bild ab und luden zum Fotografieren ein. Das eigentliche Ziel war das rote Backsteingebäude und ehemalige Rathaus in dem sich jetzt eine kleine Ausstellung zur Zeitgeschichte sowie diverse Exponate befanden.

 

Wir gingen weiter und erreichten den Tokeidai, was mit Uhrenturm oder Glockenturm übersetzt werden kann. Das Gebäude sah von außen wie eine alte Kirche aus Holz aus. Ursprünglich war es ein Gebäude der Landwirtschaftsschule und wird heute als Museum genutzt. Die Uhr wurde damals aus der US-amerikanischen Stadt Boston importiert und funktioniert auch heute noch tadellos.

 

Die Eintrittskarte zum Tokeidai berechtigt auch zum Besuch des Fernsehturms, aber den besuchten wir heute nicht. Dieses Ziel hebe ich mir für den letzten Tag in Sapporo auf.

 

Am frühen Nachmittag trafen wir uns auf dem Sommer-Bierfest und Herr Koyama spendierte wieder mehrere Bierfässchen. Die Stimmung war wie gewohnt gut.

 

M. Tillmanns aus in der Nähe von Düsseldorf

11. Tag: Sapporo So 11.08.

Tag 11

Auch heute begann der Tag im Toyoko Inn mit dem Frühstück zwischen 7:00 und 9:00 Uhr. Nachdem wir gestern Abend von Herrn Koyama auf dem Sapporo Bier Festival mit mehreren Fässern (je 3l) Asahi Bier bewirtet worden waren benötigte der eine oder andere Reiseteilnehmer das Frühstück auch für seinen Mineralhaushalt.

Wir trafen uns nach dem Frühstück um 9:30 Uhr vor dem Hotel für den heutigen Tagesausflug. Wir gingen zuerst zu Fuß zum Hauptbahnhof um dort mit der lokalen Bummelbahn in Richtung Otaru zu fahren. Einen Zwischenstopp legten wir in Zenibakko ein um dort für etwa eine Stunde am Strand zu baden. Herr Koyama hatte wieder zwei Plastikmatten besorgt, auf denen wir unsere Rucksäcke abstellen und uns auch hinsetzen und ausruhen konnten. Beim Beobachten der anwesenden JApaner fiel uns auf, dass diese mit ihren Fahrzeugen bis zum Strand fuhren, am nahen Parkplatz hinter der letzten Düne parkten und Stühle, Kohlegrill, Getränke und Zelt dort ausluden. Quasi aus allen Richtungen kam der Grillgeruch zu uns herübergezogen. Was uns überraschte war die Tatsache, dass (fast) alle Japaner mit ihren normalen Kleidern ins Wasser gingen. Ich sah nur wenige Kinder nur in Badekleidung bekleidet ins Wasser gehen. Die Wassertiefe war ausgesprochen niedrig (ca. 60-80 cm) bis zu einer Mauer aus Wellenbrechern, wo der Strand steiler in die Tiefe abtauchte.

Nach dieser kurzen Badepause fuhren wir mit dem Bummelzug weiter nach Otaru. Hier erläuterte Herr Koyama uns, dass in dieser Gegend durch Überfischung die Heringsbestände in den 1960er Jahren so weit abgefischt worden waren, dass die gesamte Fischerei zusammengebrochen war. Ein weiterer Industriezweig - das zweite Standbein der Gegend - waren einige Kohlebergwerke, die aber ebenfalls zu etwa der gleichen Zeit feststellen mussten, dass es nicht mehr kostendeckend war die Kohle aus der damals erreichten Tiefe zu fördern. Damit verlor die Gegend weitestgehend an Bedeutung und gleichzeitig an Bevölkerung. Entsprechend stellte sich Otaru als eine wenig beachtete Kleinstadt dar, deren verfallende Industriegebäude und rostenden verlassenen Hafenanlagen nur durch das gerade stattfindende Ortsfest („Otaru-Festival“) in den Hintergrund gerückt wurden.

Wir verbrachten gut eine Stunde in Otaru, bei der wir entweder mit Herrn Koyama durch den Ort gehen oder auch gerne auf eigene Faust erkunden konnten. Ich für meinen Teil ging mit zwei weiteren Reiseteilnehmern auf eigenen Pfaden durch Otaru und begutachtete sowohl das Festival, als auch die weniger besuchten Seitenstraßen sowie den Hafen Otarus. So sehr der Ort stellenweise verlassen und heruntergekommen erscheint, so beschleicht mich das Gefühl, dass man mit einigen guten Ideen und viel Einsatz auch diese Gegend wieder zum Blühen bringen könnte.

Gegen 15:00 Uhr trafen wir uns am Bahnhof zur Rückfahrt nach Sapporo. Hier ließ dann jeder den Tag für sich ausklingen. Einige gingen noch gemeinsam Essen und genossen das abendliche Treiben in Sapporo, andere nutzten die Zeit um im Hotel ihre Wäsche zu waschen oder einfach nur zur Entspannung im Hotel.

Morgen schauen wir uns bei einem Stadtrundgang mit Herrn Koyama Sapporo etwas genauer an und besichtigen einige der Wahrzeichen dieser lebhaften Stadt im Norden Japans.

Christoph S. aus Frankfurt (2. Mal dabei)

10. Tag: Sapporo Sa 10.08.

Nachdem wir gestern den Großteil des Tages im Zug verbracht haben, stand heute als erster Tagespunkt die „Besteigung“ des Moiwa auf dem Programm. Entgegenkommenderweise hat sich das  Wetter hierfür etwas abgekühlt, so dass es nicht mehr brütend heiß, sondern nur noch 19 - 22 Grad warm war.

 

Der Aufstieg war jedoch sowieso kein Problem, da wir die Seilbahn genommen haben, was 900 Yen kostete.  Zur Seilbahn sind wir mit der Straßenbahn ab der Haltestelle Susukino bis „Ropeway iriguchi“ gefahren. Von dort aus sind es noch 10 Minuten Fußweg. Für mich hatte überraschenderweise  es da bereits angefangen leicht zu regnen. Hätte  ich mal doch die Regenjacke angezogen.

 

Es handelte sich allerdings nur um einen kurzen Schauer. Auf dem Berg angekommen, hatte der Regen bereits wieder nachgelassen. Allerdings war der Wind dort oben recht stark. Die gebotene Aussicht über Sapporo entschädigte jedoch für die ein oder andere Unannehmlichkeit.

 

Wir hatten nur ein One-Way-Ticket für die Seilbahn gekauft, da der Abstieg zu Fuß eingeplant war.  Nach den Anstrengungen beim Aufstieg in Amihari, hatte ich mich bereits auf einen befestigten Weg gefreut.  Leider wurde ich von Koyama-san bitter enttäuscht, als er auf den Wanderweg zusteuerte. Da ich noch durch eine leichte Erkältung etwas geschwächt  war und nach dem Hinweis auf einen leichteren Weg, kehrte ich nach kurzer Zeit um.  Ein Gruppenkollege hatte sich angeboten, mir beim Abstieg auf dem anderen Weg Gesellschaft zu leisten, was sich noch als sehr vorteilhaft herausstellen sollte. Hier war ich nämlich noch der Meinung, dass ich die Straße hinunter keine Hilfe benötige.

 

Da sich die (Auto-)Straße jedoch nach erster in Augenscheinnahme nicht anbot, haben wir einen anderen befestigten Weg gewählt, der, so mich meine Japanischkenntnisse nicht täuschen, als Lehrweg oder Landschaftsweg betitelt wurde. Man konnte auch in der Tat einige Tiere sowie interessante Pflanzenarten beobachten.

 

Dieser Weg war unproblematisch und führte uns zur Umsteigestation der Seilbahn. Von hier aus hätten wir uns ein Ticket für die Seilbahn kaufen und uns  so eine Menge Anstrengungen ersparen können.  Aber nach dem Motto „Wenn man schonmal dabei ist“ sind wir von der Umsteigestation einen weiteren Weg hinabgestiegen, auch in der Annahme, dass die anderen hier auch vorbeigekommen sein müssten.

 

Dieser zweite Teil des Abstiegs war jedoch sehr viel schwieriger als der erste. Da es vorher geregnet hatte, war zudem der lehmige Boden aufgeweicht und die Steine nass. Mein Gruppenkollege hat mich mehr als einmal vor einem Sturz bewahrt. Der Abstieg wurde nämlich für mich noch erschwert, da ich die falschen Schuhe angezogen habe. Mit Sneekers über nasse Felsen klettern zu wollen, ist nur eine begrenzt gute Idee.

 

Jetzt im Nachhinein betrachtet, war der Weg sicherlich genauso anspruchsvoll wie der eigentlich von Koyama-san geplante. Umso erstaunter waren wir beide als uns ein Japaner zunächst entgegen gejoggt (also bergauf) kam und ein paar Minuten später uns wieder bergab überholte. Das nenne ich mal eiserne Disziplin und Ausdauer.

 

Zu zweit haben wir jedenfalls eine Weile benötigt, aber den Abstieg  geschafft. Wir mussten allerdings feststellen, dass wir nicht wie geplant bei der Basisstation der Seilbahn herausgekommen sind, sondern bei dem Skilift. Da Umkehren keine Option war, sind wir die Straße hinunter gelaufen und haben nach 1-2 Kilometern einen Verkehrsordner um den Weg zur nächsten U-Bahn-Station gefragt. Er konnte uns allerdings nur begrenzt helfen, da unser Stadtplan auf Englisch war. Wir konnten jedenfalls feststellen, dass wir auf der anderen Seite des Berges, in Minami-ku, heruntergekommen sind. Da gibt es jedenfalls wenig touristisch Interessantes. Nachdem   wir noch einige Kilometer gelaufen sind, haben wir schließlich eine Bushaltestelle gefunden und sind bis zur U-Bahn-Station Odori gefahren und von dort aus haben wir zu unserem Hotel zurückgefunden.

 

Das war zwar ein ungeplanter Trip, welcher dennoch unterhaltsam war. Nach unserer Rückkehr sind wir zunächst etwas essen gegangen, um die Energiespeicher wieder aufzufüllen.

 

Um 15 Uhr traf sich die Gruppe mit Koyama-san, da als nächstes der Besuch des Bierfests im Odori-Park auf dem Tagesprogramm stand. Von Mitte Juli bis Mitte  August verwandelt sich der Odori-Park jedes Jahr in ein gigantisches Bierzelt. 

 

Auf dem Weg zum Odori-Park kamen wir an einem Drug Store vorbei, was hier in Japan wohl so etwas wie eine Apotheke ist. Mit der Unterstützung von Koyama-san, konnte ich mir etwas gegen meinen nervigen Husten kaufen. 

 

Auf dem Bierfest angekommen, suchte sich die Gruppe einen Tisch und Koyama-san gab insgesamt fünf 3 Liter Fässer Bier aus.

 

Hier endete das Tagesprogramm und jeder konnte den Tag nach eigenen Vorstellungen ausklingen lassen.

 

Koyama-san möchte ich an dieser Stelle noch für die Hilfe im Drug Store und bei meinem Gruppenkollegen für die Begleitung während des Abstiegs vom Berg Moiwa danken.

 

Thorsten S. aus Bochum, das vierte Mal mit Koyama unterwegs.

9. Tag: Sapporo Fr 09.08.

Heute sind wir von Amihari nach Sapporo gefahren. Wir dachten, es wird eine recht unspektakuläre Fahrt. Das hat sich nur zum Teil bewahrheitet.

 

Zunächst sind wir mit dem Shinkansen gefahren – Teil der Fahrt war auch ein etwa 50km langer Tunnel unter dem Wasser. Gesehen hat man davon nichts – es war stockdunkel (eine typische Eigenschaft eines Tunnels). Der Shinkansen war allerdings ziemlich voll. Das lag daran, dass über das Wochenende Obon in Japan ist. Dann besuchen ALLE Japaner ihren Heimatort, um den Toten zu gedenken. Das haben wir insofern mitbekommen, dass wir nicht alle Sitzplätze hatten. Aber es war aushaltbar, insbesondere, wenn man die Deutsche Bahn kennt. Unser Reiseleiter kennt alle Tricks und hat uns an einen Ort im Zug geführt, der den meisten Platz hat.

 

Danach sind wir in einen anderen Zug umgestiegen. Das wäre kein Problem gewesen, wenn der Shinkansen keine Verspätung gehabt hätte – was eigentlich nahezu nie passiert. Auch das lag vermutlich an Obon. Wir konnten aber den Anschlusszug gerade noch so erreichen und den Rest der Strecke gemütlich im Zug verbringen – immerhin vier Stunden, bis wir schließlich in Sapporo angekommen sind. Unterwegs haben wir unser vorher gekauftes Essen gegessen, Bier getrunken (wenn jemand welches hatte) oder einfach nur, ganz japanisch, geschlafen 😊

 

Elisa S. aus Berlin (zweites Mal dabei)

8. Tag: Amihari Onsen Do 08.08.

Der Tag Begann wieder mit einem reichlichen Buffet im Hotelrestaurant. Der erste Tagespunkt war eine Wanderung zum nahe gelegenen Gipfel des Inukurayama (1.408 Meter). Begleitet von Schwärmen von Libellen und immer wieder belästigt von Pferdebremsen (lästige Stechviecher) erreichten wir nach mehreren Passagen mit der Seilbahn und einem etwas abenteuerlichem Weg den Gipfel und die Aussichtsplattform. Der Blick über das Tal machte den Aufstieg zur Mittagszeit bei klarem Himmel und Sonnenschein umso lohnenswerter. Mann konnte in alle Richtungen einen herrlichen Ausblick genießen. Ein Blick auf den Ursprung der Quelle, aus deren heißen Wasser die verschiedenen Onsen gespeist werden, war ebenfalls möglich. Nach der Rückkehr ins Hotel stand für den Nachmittag nur noch ein Besuch des im nahen Wald gelegenen Onsen mitten in der Natur auf dem Programm. Das Badebecken liegt in einem natürlichen Talabschnitt mit kleinem Wasserfall und ist landschaftlich ein echtes Highlight. Allerdings machen die bereits erwähnten Pferdebremsen sowie die sehr hohe Temperatur das Baden zu einem recht kurzen Abenteuer, welches aber auf keinen Fall versäumt werden sollte!

 

Der ein oder andere der Gruppe suchte noch Entspannung im Hoteleigenen Onsen um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken.

 

Der Abend wurde nach Ende des Buffets wieder mit reichlich Bier und einigen Flaschen Reiswein (von Kojama-San) fröhlich und erschöpft ausgeklungen.

 

Morgen geht es dann weiter nach Sapporo!

 

Markus K. aus München

7. Tag: Amihari Onsen Mi 07.08.

Am 7. Tag unserer Reise, lassen wir den Trubel der Großstädte hinter uns und begeben uns in den ländlicheren Bereich Japans.

 

Der erste Transfer führte uns von Sendai nach Morioka und im Anschluss ging es mit dem Bus zum in den Bergen gelegenen Amihari Onsen Hotel, welches uns für die nächsten Tage unserer Reise beherbergen wird.

 

Im Hotel übernachten wir in traditionellen japanischen Zimmern, welche mit Fußboden aus Tatami-Matten, Schiebewänden und den nur kniend zu benutzenden Möbeln ausgestattet sind.

Geschlafen wird natürlich mit Futon auf dem Boden.

 

Nach einer kleinen Stärkung zu Mittag, haben wir uns der zweiten Besonderheit des Hotels gewidmet... dem Onsen (heiße Quelle Bad).

 

Im Onsen ein Bad zu nehmen ist an traditionelle Riten des Waschens und Verhaltens gebunden, mit welche Koyama-San uns vertraut machte und wir im Anschluss das Bad im 42*C warmen Quellwasser genießen konnten.

(10 min. baden - 30 min. entspannen - wiederholen👍🏻)

 

Zum Abendessen gab es ein Buffet welches für jeden Geschmack was bereit hielt.

Von Salat über Suppe, Reis, Nudeln, verschiedene Fisch und Fleisch Variationen und Nachtisch mit Eis, Obst und einem Schokobrunnen.

 

Als geschmackliches Highlight möchte ich das rosa gebratene Rindfleisch hervorheben, welches allerdings jedem nur einmal zur Verfügung stand.

 

Den Abend ließen wir dann in geselliger Runde ausklingen, bei der Kojama-San die ein oder andere runde Sake und Bier springen lies.

 

Mathias R. aus München

6. Tag: Sendai Di 06.08.

"Am 6. Tag stand der Besuch des TANABATA Matsuri "Sternenfest" auf dem Plan. Vom Hotel aus konnten wir zu Fuß zum Festplatz gehen.

 

Wie jedes Jahr wird in Sendai am 6.August der Jahrestag zum Gedenken an die beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki gefeiert.

 

Viele Menschen sind an diesem Tag unterwegs und machen jede Menge Fotos, weil in der langen Einkaufspassage der Stadt (Ichibancho Shopping Arcade) unzählige 'Sasatake' (eine Art Lampion mit meterlangen, farbigen Bändern aus japanischem Papier und vielen abwechslungsreichen Motiven und Mustern) aufgehangen wurden. 

 

An einem Ende der Passage hing ein riesiger Kubus, der aus hunderttausenden Origami Kranichen bestand. Wenn ich es richtig verstanden habe wurden diese vielen Kraniche in Schulen des Landes für diesen besonderen Anlaß gefaltet und nach Sendai geschickt. 

 

Obgleich alle Sasatake individuell gestaltet waren gab es welche, die aus vielen besonders filigranen Strängen bestanden. Daran waren Schilder befestigt, die auf den Gedenktag an Hiroshima und Nagasaki hinwiesen. Unter anderem war darauf zu lesen "May the day will soon come when there are no more nuclear weapons threatening our world." und diesem Wunsch kann sich der Autor dieser Zeilen nur anschließen.

 

Nach ein paar Minuten erreichten wir den Eingang zum Festplatz. Dort standen große Schilder und die einzigen englischen Worte lauteten "Everyone is welcome!", in großer roter Schrift. Das entspricht voll und ganz der Lebensart, die ich in den bisherigen Tagen erleben durfte. 

 

Das Angebot an Getränken und insbesondere an Speisen war wie gewohnt vielseitig. Es gab auch einen Stand mit Dönerfleisch, aber ich habe einen Spieß mit Reis im Speckmantel ausprobiert und wurde nicht enttäuscht. Neben einer Bühne mit traditionellen Tänzen gab es auch eine Bühne vom "Hula Ukulele Festival 2019" mit hawaiianischen Klängen und Tanz.

 

Nachmittags fuhren wir mit der Bahn nach Yamagata, um uns dort den HANAGASA Odori, einen traditionellen Tanz mit runden Hüten und sehr schönen Gewändern, anzusehen. Wir sahen Gruppen von Sportvereinen, Kindergärten, einer Universität, lokalen Firmen und selbst nach einer Stunde war das Ende der Parade noch nicht abzusehen. 

 

Es war ein gelungener Tag, der Lust darauf macht noch mehr von dieser beeindruckenden Kultur kennenzulernen. Glücklicherweise liegen noch 17 Tage vor mir, bis ich wieder deutsche Luft in der Nähe von Düsseldorf atme."

 

M. Tillmanns

5. Tag: Sendai Mo 05.08.

Tag 5

Heute stand erneut ein Tagesausflug auf dem Programm: Die Fahrt nach Matsushima - eine der schönsten Gegenden Japans. Die Bucht, deren Name soviel bedeutet wie "Bucht der tausend Inseln" ist wirklich sehenswert. Tatsächlich ließ der Guide der Fährenausfahrt uns wissen, dass in der Bucht tatsächlich 'nur' 260 Inseln sind, was der Schönheit der Landschaft dennoch nichts abtut. Aber eins nach dem Anderen.

Wir begannen den Tag mit dem Toyoko-Inn üblichen japanischen Frühstück. Heute gab es als Besonderheit eine Pilz-Miso-Suppe, gekochte Mini-Würstchen und die üblichen Leckereien.

Nachdem wir uns dann um 8:30 Uhr getroffen hatten, fuhren wir mit der Senseki Linie nach Matsushima. Dort gingen wir schnellen Schrittes zum Bootssteg der Touristenfähre. An Bord ließen wir uns auf den noch freien Plätzen nieder oder genossen die Fahrt auf der Aussichtsplattform auf dem Achterdeck. Während der ganzen Fahrt wurde uns abwechselnd in japanischer und englischer Sprache die Besonderheiten und Schönheiten der Inseln und anderen Sehenswürdigkeiten der Bucht vermittelt.

Nach der Bootsfahrt spazierten wir auf die nahe gelegene Insel Fuukurajima, wo wir unser Mittags-Picknick verzehrten. Hernach ging es in gemütlichem Tempo zurück zur Bahnstation und dann mit der Senseki-Linie zurück nach Sendai. Hier teilte sich die Gruppe auf in diejenigen, die den restlichen Nachmittag im Hotel entspannen wollten, was verständlich war bei den schwül-stickig-warmen Temperaturen.

Die anderen fuhren mit Koyama-san weiter und besichtigten die Burganlagen, die es noch zu sehen gab. Diese Burgreste bestehen nur noch aus den Grundmauern der Burggebäude und einem mittlerweile wieder hergestellten Wehrturm. Da die Burg in den Jahrhunderten seit ihrer Erbauung (1600) mehrfach durch Brände und Erdbeben vollkommen zerstört worden war, hat man es etwa 1868 aufgegeben dieses kostspielige Unterfangen ein erneutes Mal zu unternehmen: daher der heutige Zustand.

Wir trafen uns mit der gesamten Gruppe wieder gegen 17:30 Uhr um uns zusammen zu dem heute anstehenden Feuerwerksspektakel zu begeben. So viele Japaner auf einem Haufen habe ich selbst während der Hauptverkehrszeit hier in Sendai noch nicht gesehen: wahre Menschenmassen! Auf einem nahegelegenen Hügel mit Tempel war ein Volksfest aufgebaut worden mit verschiedensten Ständen, die japanische Leckereien anboten: Yakisoba, Takoyaki, Karaage und den neuesten Publikumsliebling bei den Japanern: Pommes Frites.

Wir breiteten unsere mitgebrachten „Picknick-decken“ aus und machten es uns bei Schmaus und ausgelassener Laune gemütlich. Mit fortschreitender Zeit bewölkte sich der Himmel zusehends noch bevor das Feuerwerk selbst beginnen konnte, so dass die Sorge aufkam, es könnte das Feuerwerk ins Wasser fallen. Glücklicherweise riss die Wolkendecke rechtzeitig wieder auf, so dass wir im sanften Schein des Mondes das Feuerwerk ab 19:30 Uhr bewundern konnten. Gegen Ende der Festivitäten verließen wir vor der großen Masse (schätzungsweise 10.000 Japaner) den Tempelhügel und gingen zu Fuß durch die Stadt zurück zum Hotel. Dieser abschließende Spaziergang im Strom der ausgelassenen Japaner war durch die kühler werdende Luft recht angenehm und half einem das heute Erlebte zu verarbeiten.

Morgen geht es mit unserem Fest-Marathon weiter mit dem Tanabata-Fest.

Christoph aus Frankfurt (2. Mal dabei)

4. Tag: Sendai So 04.08.

Der Tag begann mit einem kleinen Frühstück nach Japanischer Art in unserem Hotel in Tokyo. Heute Stand unser erster Ortswechsel an, wir sind von Tokyo nach Sendai gefahren. Da ich bereits im Vorfeld sehr gespannt auf die vielgerühmte Pünktlichkeit des japanischem Eisenbahnnetzes war, konnte ich mich heute mehrfach davon überzeugen. Wir fuhren also auf die Minute von der Ueno-Station in Tokyo in Richtung Sendai ab.

 

Dort angekommen haben wir unser Gepäck im nächsten Toyoko-Inn-Hotel geparckt und zusammen mit Kojama-San die nähere Umgebung erkundet. Hierbei sei ein kurzer Ausflug in den 31 Stock eines Hochhauses mit einem weitreichendem Blick über das Stadtgebiet erwähnt. Nachdem wir am Nachmittag unsere Zimmer im Hotel beziehen konnten, ging es zu einer weiteren Fahrt im Shinkansen nach Marioka um das Sansa Tanzfestival zu bestaunen.

 

Nachdem wir das mehrstündige Spektakel ausreichend bestaunt hatten ging es wieder zurück nach Sendai mit dem Shinkansen. Unsere kurze Zugfahrt hatte allerdings noch eine Verzögerung, welche durch ein leichtes Erdbeben im Raum Fukushima verursacht wurde. Die Strecke würde aber nach einiger Zeit von den Zuständigen Behörden wieder freigegeben. Nach einem späten Spaziergang durch das nächtliche Sendai war auch dieser Tag voller interessanter Eindrücke und Emotionen langsam vorbei.

 

Markus K. aus München

3. Tag: Tokio Sa 03.08.

Heute sind wir zum Meij-Schrein gefahren – ein Klassiker bei einem Tokio-Besuch. So verhielt es sich auch mit dem Touristenaufkommen. Viel interessanter waren jedoch die Geschichten von Koyama. Er erzählte, dass es in Japan überall öffentliche (und saubere) Toiletten gibt. In seiner unnachahmlichen (und humoristischen) Erzählweise schilderte er, dass er in Berlin war und die Beobachtung gemacht hat, dass beide Attribute (öffentlich, sauber) nicht zutreffen.

 

Zum Mittag haben wir ein neues Etablissement ausprobiert, das sonst nicht im Koyama-Programm ist. Das Menü war übersichtlich, die Gerichte lecker. Man hat das Essen bestellt und musste auf seinen Aufruf warten, wenn das Essen bereitstand. Schwierig war nur, dass die Nummern auf Japanisch aufgerufen wurden. Das Servicepersonal hat sich aber schnell darauf eingestellt und auf Englisch umgeswitcht.

 

Während des Mittags haben wir ein Teammitglied vermisst. Er ist berüchtigt immer mal die Gruppe zu verlassen, taucht aber wenig später immer wieder auf. Im Grunde ist er der berühmteste Reiseteilnehmer, weil er dadurch öfter Gesprächsthema ist – das sorgt für Erheiterung. Es gibt aber keinen Grund zur Panik. Er ist schon öfter mit Koyama verreist und kennt sich aus – deshalb taucht er auch immer wieder auf.

 

Elisa aus Berlin (2. Mal dabei)

2. Tag: Tokio Fr 02.08.

In Haneda angekommen haben wir uns erst einmal alle durch die Einwanderungsprozeduren begeben müssen, unsere Koffer finden, dann noch durch den Zoll. Jeder hat sich dann eine Pasmo gekauft – eine Prepaid-Fahrkarte, mit der man auch in Combinis oder an Getränkeautomaten bezahlen kann. Koyama gab für jeden noch eine Koyama Japanreisen Klarsichthülle für die Karte geschenkt!

 

Mit dem Zug führen wir sodann über Shinagawa und Ueno. Dort haben wir etwas zum Mittagessen gefunden und haben unsere Rail-Pässe abgeholt, mit denen wir dann auch auf der Shin Kan Sen fahren können. Gestärkt ging es weiter Richtung Hotel in Asakusa mit dem Taxi, um unser Hotel zu beziehen. Späteren Nachmittag haben wir dann noch den Asakusa Tempel besucht – ein Touristen-Muss und ein wenig zusammen die Gegend erkundet. Zum Abend fanden sich dann kleine Gruppen, die zusammen etwas zu Essen in der Gegend gesucht (und gefunden) haben.

 

Das Wetter ist ordentlich warm (über 30°) und trocken. Draußen zu Laufen ist zwar anstrengend, aber zwischendrin findet man immer wieder Abkühlung – an geöffneten Türen von Geschäften oder während des Bahnfahrens.

Christian aus Berlin (3. Mal dabei)

1. Tag: Anreise Do 01.08.

Den ersten Tag der Reise haben wir hauptsächlich im Flieger oder in Deutschland verbracht. Unsere Anreise aus Berlin über München war sehr unkompliziert. Im Flieger gabs zu deutscher Abendszeit ein Abendessen und zu japanischer Morgenszeit ein warmes Frühstück.

Christian aus Berlin (3. Mal dabei)


Unsere Reise nach Japan im Mai 2020
Unsere Reise nach Japan im Mai 2020