Reiseberichte und Bilder

Schneeaffen Z-1 2026

28.01. - 17.02.

Hier präsentieren wir nahezu täglich neue Fotos und Reiseberichte unserer Reise.



Tag 1:

Mi 28.01.

Frankfurt -> Tokio

Der Tag begann für mich entspannt mit einem Frühstück in Frankfurt. Ich bin extra am Dienstag Abend angereist, um nicht eine böse Überraschung mit der DB zu erleben. Im Flughafen angekommen dauerten die Kontrollen doch etwas länger. Die restliche Zeit bis zum Abflug bin ich umher gewandert und haben meine 10k an Schritten geschafft.

 

Das Essen war wie bei Lufthansa erwartet gut und es gab interessante Filme. 

 

Martin aus Meißen (zum 8. Mal mit Koyama unterwegs!)



Tag 2:

Do 29.01.

Tokio

In Japan angekommen dauerte die Einreise etwas länger.Fast zeitgleich ist ein anderer Flieger gelandet und das Rennen zum Einreise Check In hat begonnen. Andreas besorgte allen die noch keine Pasmo Karte hatte eine. Nach der Anmeldung im Hotel aßen wir zu Mittag und erkundeten danach Asakusa. Im Anschluss konnte jeder denn Tag auf seine Art und Weise ausklingen lassen.

Martin aus Meißen (zum 8. Mal mit Koyama unterwegs)



Tag 3:

Fr 30.01.

Tokio

Der zweite Tag in Japan und unser dritter Reisetag. Laut unseres Info-Heftes (An dieser Stelle ein großes Lob an das Koyama Team. Das Heft ist übersichtlich, einfach aufgebaut und falls man verloren geht, hilft es einen den richtigen Weg zu finden) haben wir heute ein tolles Programm vor uns. Um 9 Uhr ist Treffen vor der Lobby. Danach ging es zu Fuß, mit der S und U-Bahn zuerst zum Meij -Schrein. Die Schreinanlage ist sehr weitläufig und von viel grün umgeben. Mann merkt richtig wie bedeutend der Meij Kaiser war und mit wie viel Hingabe Er (und seine Familie) noch heute verehrt wird.

 

Nach diesem Ort der Ruhe quetschen wir uns wieder in die Bahn Richtung Tokio Hauptbahnhof. Von dort geht es in Richtung Kaiserpalast. Wir hatten vor, nicht nur den ehemaligen Kaiser unsere Aufwartung zu machen, sondern auch den jetzigen. Leider standen wir nicht auf der Gästeliste und so haben wir das Gruppenfoto vor der Haustür gemacht.

 

Da es bereits nach 13 Uhr war, ging es jetzt zum Mittagessen. Mitten zwischen den Geschäftsleuten suchte sich jeder ein Lokal aus. Eine Stunde später trafen wir uns gestärkt, um zur Ginza weiterzugehen. Eine edel Boutique reiht sich dort an die andere. Im Uniqlo fand ich einige schöne T-Shirts mehr kann ich mir auf der Ginza nicht leisten.

 

Im Anschluss fuhren wir noch zum Ameyoko Markt. Dort kann man alles vom frischen Fisch bis hin zum Turnschuh finden. Danach nahm uns Andreas noch mit nach Akihabara. Wir sahen Maids, Anime/Manga Figuren, Elektronik Läden und noch viel mehr. Nach diesem Programm führte uns  Andreas zurück zum Hotel wo jeder den Abend ausklingen lassen konnte wie er wollte.

 

Martin aus Meißen (Stammgast) 

 


Alternativbereicht (selbständiger Ausflug)
Am heutigen Tage steht Tokio mit dem Meiji Schrein, Kaiserpalast, sowie Besuchen der Ginza, dem Ameyokomarkt und Akihabara auf dem Plan.
Da dies einige schon kennen, gibt es verschiedene Alternativunternehmungen in der Gruppe.
Wir (Janine et moi, noch etwas müde vom vorabendlichen Dosenpyramidenbau mit einem Großteil der Gruppe) haben uns bei 1a sonnigem Winterwetter für einen Ausflug nach Hakone, genau genommen, dem Hakone-Schrein entschieden.
Einfach per Google Maps geplant / navigiert. Aufgrund der Uhrzeit (8 Uhr gestartet) über unser Haus-Line (Asakusa Line) bis nach Shimbashi und dort wechseln auf die Tokaido Line in Richtung Atami. Ausstieg ist in Odawara von wo aus das Abenteuer Busfahren beginnt.
Wer etwas später startet kann auch über einen der Shinkansen-Bahnhöfe (Tokio-Station oder Shinagawa) nach Atami oder Odawara fahren (dann aber ans Ticket ziehen denken, nur Pasmo reicht hier nicht).
In Odawara angekommen, also erst einmal den Weg zum Bus finden. Z03 soll er heißen und uns in ca 47 Minuten über 48 (!) Haltestellen nach Motohakone bringen.
Der Ostausgang führt uns dann über eine Treppe zum darunter liegenden "Busbahnhof". Dort finden wir nach kurzen Leseproben der Schilder auch den Ort von wo Z03 fährt. Eine Mitarbeiterin spricht uns an der Haltestelle an und fragt nach unserem Ziel, weist uns anschließend auf die Zahlungsmöglichkeiten hin (bei dieser Line wird der Hakone-Pass zb nicht akzeptiert) und gibt uns noch einen Streckenplan mit dem von ihr markierten Abfahrts- und Zielort, sowie dem Preis und der Uhrzeit. Super Service!
Die 47 Minuten wurden überschritten wegen einiger Baustellen, dafür die Haltestellen unterschritten weil natürlich nicht an jeder gehalten wurde. 
Nach ca. einer Stunde mit dem Bus kamen wir dann in Motohakone ein und kehrten erst mal beim Lawson (Konbini) und dessen Raucherbereich ein. Wir sind ja diesmal die einzig beiden Nikotinjunkies. Mit wenigen Metern zu Fuß erreichen wir den Asahi-See und machen dort erste Fotos vom See und dem Torii was in ein kleinen Entfernung am Ufer steht. 
Dann machen wir uns auf zum Hakone Schrein, welcher übersichtlich, aber sehr schön ist und beten dort zu den Göttern auf Shinto-Art: Geld in die Box vorm Schrein werfen, 2 mal verbeugen, 2 mal klatschen, beten und anschließend noch mal verbeugen. 
Natürlich müssen wir anschließend auch Glücksbringer erwerben. Ich nehme zwei der 3 verschiedenen Emas Holztäfelchen auf denen man eigentlich seine Wünsche schreibt und diese im Schrein an entsprechenden Stellen aufhängt. Sie werden dann einmal(?) im Jahr rituell verbrannt, damit die Wünsche auch bei den Göttern ankommen. Ich nehme diese schönen Tafeln aber immer mit nach Hause und hänge sie dort auf. Ist hoffentlich auch okay. An diesem Schrein gab es auch Pfeile zu kaufen. Warum müsst ihr dann aber selber recherchieren. Neben dem Schrein haben wir dann noch eine Raucherzone gefunden und noch mal pausiert. 
Der Weg den wir zum Torii am See nehmen wollten war leider gesperrt, da der Steg restauriert wurde. Also sind wir zurück zum See und an der andere Seite spaziert. 
Von dort konnten wir dann ein kleines Stück der Flanke des Fujis sehen. Dies war uns aber zu wenig weshalb wir uns entschieden zu prüfen ob die Seilbahn in der Nähe in Betrieb war. 
Nach kurzer frage an Doktor Google begaben wir uns an eine weitere Bushaltestelle und fuhren über 3 Stationen nach Hakone-ne. Hier konnten wir für 2200 Yen pro Person für Auf und Ab Tickets kaufen. Runter würde es wohl auch zu Fuß gehen (laut Schild 65 min), aber das wollten wir heute nicht, vielleicht ein ander mal ;) 
Oben angekommen konnten wir über das Bergplateau wandern mit Aussicht Richtung See, Richtung Meer links, Meer rechts und..... *Spannungsaufbau*
Auf der Spitze des Plateaus steht auch ein kleiner Schrein, welchem wir die Aufwartung machten um dann.... 
*Trommelwirbel*
Den Fuji zu sehen! 
Den Kopf etwas in einer unnachgiebigen Wolke, die in umarmte, aber ansonsten super Glück gehabt. 
Von einer weiteren Ecke des Pfades mit Aussichtsplatform Marke "Fotorahmen" haben wir noch weitere Fotos gemacht, bevor wir nach etwa einer Stunde wieder die Seilbahn nach unten genommen haben. Dort mussten wir den Fahrplan der Busse studieren um mit zusätzlicher Hilfe von Google festzustellen, dass es keinen direkten Bus zurück nach Motohakone gab. Dafür aber einen der bis nach Odawara fuhr. Umso besser also. 
Zeit hatten wir auch noch bis dahin, daher noch einmal einen Raucherbereich gesucht, tatsächlich auch schnell gefunden, um anschließend noch mal durch einen großen Souvenirshop zu schlendern. Die Busfahrt verlief dann ohne Probleme und wir mussten nur gegen die eintretende Müdigkeit ankämpfen. 
In Odawara angekommen haben wir uns noch einen Snack in einem Konbini geholt (viel gegessen hatten wir an diesem langen Tag noch nicht) um dann wieder mit den gleichen Zügen zurück zu fahren wie morgens hin. Auch hier mussten wir den hypnotisierenden Geräuschen und Bewegungen der Bahnen wiederstehen um nicht einzuschlafen. 
Nach dem langen Tag und der Ankunft in Tokio sind wird dann nur um die Ecke was Kleines zu Abend essen gewesen um dann nach ein/zwei Abschlussbierchen in der Lobby auf die Zimmer in den Schlaf zu fallen. Oyasumi nasai.
Thomas (zum dritten Mal mit Koyama unterwegs) 


Tag 4:

Sa 31.01.

Nagano

Heute ist ein Reisetag. Es geht von Tokio nach Nagano.

 

Treffen war vor dem Hotel und es ging über verschiedene Zwischenstationen zum Tokio Hauptbahnhof. Dort angekommen fiel uns erst mal die Kinnlade runter. So viele Menschen auf engsten Raum haben wir so noch nicht gesehen. Es waren auch viele Ausländer mit Ski-Ausrüstung auf dem Bahnsteig. Kurz überlegen........ heute ist Samstag. So haben wir keine Chance mitzufahren. Kein Problem 30min späterfährt der nächste Zug. Also kurz gewartet.

 

In Nagano sieht man an vielen Stellen noch die Werbung bzw. Info zu den Winterspielen 1998. Es liegt sogar etwas Schnee. Unser eigentliches Ziel für heute ist der Zenkō-ji. Eine schöne Tempelanlagemit dazugehöriger Einkaufsstraße. Nach dem alle gebetet uns sich mit Glücksbringern eingedeckt haben ging es wieder zum Hotel. Einige aus der Gruppe haben sich spontan getroffen und eine Izakaya(Japanische Kneipe) gestürmt. Die Folgen des übermäßigen Bier Genuss konnten erst am nächsten Tag gesehen werden. Alle anderen haben den Abend entspannt ausklingen lassen.

 

Martin



Tag 5:

So 01.02.

Nagano

Treffpunkt war vor dem Bahnhof Nagano. Schnurstracks gings zum Zug in Richtung Yudanaka und ebenso schnell stiegen wir in den Bus, der uns zum Snow Monkey Park brachte.

Nach einer kleinen Wanderung durch den Wald erreichten wir schliesslich den Onsen mit einem recht imposanten Geysir vor dem Eingang.

Da wir allerdings noch zu früh waren, kletterten wir ein paar Stufen hoch zum Snow Monkey Park. Auf dem Weg zum Park durften wir bereits argwöhnisch zu den vergnüglich badenden Affen hinunterschauen.

Die Japanmakaken unterhielten uns mit ihrer Anwesenheit. Sie rannten im Schnee umher, schlängelten sich zwischen den Beinen der Menschen hindurch und badeten genüsslich im warmen Becken. Gegenseitiges Lausen inbegriffen.

Danach trafen sich ein paar wagemutige der Gruppe vor dem Onsen. Nach dem wir Eintritt und das obligate Badetuch bezahlt haben, ging es in die Umkleide, wo wir alle unsere Sachen deponierten. Nackt wuschen wir uns, wobei ich den Sinn hinterfragte, denn dort im Becken entlausen sich die Affen. Sauber liefen wir nach draussen zum Becken mit den kleinen und grossen Affen.

Endlich im Bad wurde mir bewusst, dass alle die noch unterwegs zum Park waren, einen herrlichen Blick auf uns Affen und sich über uns amüsierten. Egal, wir teilen den Savoir-Vivre mit unseren kleinen Freunden.

Nach dem wärmenden Bad machten wir uns auf den Rückweg. Zurück im Bus, welcher an jedem erdenklichen Onsen angehalten hatte, erreichten wir schliesslich Yudanaka-Station. Im wohl beheizten Zug, wo wir alle grosse Mühe hatten, wach zu bleiben, ging es schliesslich zurück nach Nagano-Station und ab ins Hotel.

 

Simone und Thomas (aus der Schweiz), zum zweiten Mal dabei



Tag 6:

Mo 02.02.

Nagano

Unser sechster Reisetag führt uns heute zur Burg Matsumoto auch als "Krähenburg" bekannt.

 

Der Tag startete mit einem japanischen Frühstück im Hotel. Treffen war vor dem Bahnhof und wie auch schon die letzten Tage waren alle super pünktlich. Also nix wie rein und auf zum Gleis sechs. In ca. 90 Minuten fahren wir von Nagano aus vorbei an kleinen Dörfern, verschneiten Bergen und durch den ein oder anderen Tunnel. Wie jeder weiß ist die Zugfahrt in Japan dafür da Schlaf nachzuholen.

 

In Matsumoto angekommen laufen wir zusammen zur Burg. Auf den Weg kommen wir an einer alten Einkaufenstraße vorbei und Andreas erzählt uns die örtliche Legende. Ihr wollt wissen worum es geht. Dann meldet euch zur Schneeaffen-Reise 2027 an. Kleiner Spoiler, es geht um Amphibien.

 

Die Burg und die Burganlage sind wunderschön auch jetzt im Winter. Mann muss sich nur warm anziehen, denn in der Burg heißt es Schuhe aus. Danke an Andreas das er uns vorher gewarnt hat. An dieser Stelle muss ich eine Warnung aussprechen. Die Treppen sind sehr steil und teilweise sind die Stufen auch weit auseinander. Jemand mit Knie oder Hüfte Beschwerden wird es schwer haben. Innen sind alte Waffen und Rüstungen ausgestellt. Auf fast jeder Ebene kann man Bilder von der Stadt und Burganlage machen.

 

Nach dem jeder die Burg besichtigt hat konnte noch die Stadt erkundet werden. Rückreise nach Nagano war auf eigene Faust.

 

Martin aus Meißen Stammgast



Tag 7:

Di 03.02.

Amihari Onsen

Sayonara Nagano, heute geht es für zwei Tage zum Skilaufen und Entspannen nach Amihari Onsen.

Das Hauptgepäck wird schon eine Station weitergeschickt, wir treffen uns mit Handgepäck 9:00 am Bahnhof. Fahrkarten werden verteilt und erläutert - diese für 3 Tage (nicht verlieren!), jene für jetzt gleich, Platzkarten für später. Am Zugang zum Gleisbereich alle zusammen in den Schlitz stecken - zack, Durchgang ist frei, die gelochten Fahrkarten werden wieder ausgespuckt, und weiter geht's zum Gleis. Artig stellen wir uns in Reihe in dem für unseren Wagen auf dem Boden eingezeichneten Haltebereich auf (wir sind schließlich die guten Ausländer). Unser Shinkansen (ein futuristisches Geschoss mit langer, flacher, grüner "Nase") fährt ein, in Sekunden sind wir eingestiegen, und pünktlich geht's los - eine reichliche Stunde bis Omiya und nach 20 min Umsteigezeit weiter nach Morioka. Den Wagen querendes Zugpersonal verneigt sich übrigens beim Betreten des Wagens und Verlassen desselben - unabhängig davon, ob das die Reisenden zur Kenntnis nehmen oder nicht (ist wirklich eine andere Welt). Beim Verlassen des Gleisbereiches werden wieder alle Karten in den Schlitz gesteckt - und schwupps, am anderen Ende kommt die aktuelle heraus, die anderen werden nicht wieder ausgeworfen.
Es ist 13:00, der Hotelbus fährt erst 14:30, also ausschwärmen zum Mittagessen. Der Möglichkeiten gibt's unzählige - preiswert, schnell und wohlschmeckend.
Nach einer Stunde Busfahrt Ankunft in Amihari Onsen (endlich Schnee, juchhee). Es folgt ein ausführlicher Rundgang zu allen Annehmlichkeiten, die unser Domizil zu bieten hat: kleines Bad, großes Bad, Massagesessel, hunderte Mangabücher (auf Japanisch), Tischtennis, gratis Kaffe am Kamin, Skipiste, Schneeschuhe ...
Eins nach dem anderen - am wichtigsten ist die genaue Einweisung in die Nutzung des Onsen: wohin mit den Schlappen, wann wo was ausziehen, welches Handtuch wofür und vor allem - das Waschritual ("Alle Ecken, alle Ritzen müssen blitzen", wir wollen schließlich die guten Ausländer sein und nicht auffallen! Seife, Shampoo, Conditioner, Gel, Creme, Body Milk - nur nichts vergessen). Auf den Zimmern finden sich Yukata (japanische Gewänder) in unterschiedlichen Größen (auch diese wollen richtig getragen werden - erst die rechte, dann die linke Seite umschlagen). Damit geht's zum Bad. Entspannung im heißen Onsen, eine Tasse grüner Tee im Tatamizimmer, während flinke Servicekräfte in Sekundenschnelle Futons für die Nacht ausbreiten. 
Man trifft sich in der Sitzecke und geht gemeinsam zum Abendessen. Das Buffet offeriert wirklich alles, was die japanische Küche hergibt - Fisch, Fleisch, Gemüse, roh, gegrillt, gekocht, gebraten, frittiert, süß, sauer, salzig, umami. Wir trinken Bier und Shochu (Schnaps aus Gerste bzw. Süßkartoffel, der bereits auf 25 % runterverdünnt ist).
Morgen Hals- und Beinbruch auf der Skipiste!
Petra und Matthias 
(die einzigen) Koyama-Neulinge (der Gruppe)

 



Tag 8:

Mi 04.02.

Amihari Onsen

Heute war „Entspannung“ angesagt. Manche sprangen vorm Frühstück schon ins Onsen, die anderen schlummerten noch vor sich hin. 

Nach dem üppigen Frühstücksbuffet hieß es für die Mehrheit: Den Tag zum Verschnaufen oder Energietanken nutzen. 

Vier von uns machten sich auf zur Ski-Piste nebenan.

Ski-Ausrüstung konnte für einen schmalen Taler ausgeliehen werden (Nur Bargeld!). 
Todesmutig stürzten sich die Viere vom höchsten Punkt der Piste ins Tal. 
Unten angekommen wurde durchgezählt: keine Verletzten oder Vermissten zu beklagen. 

Die Belohnung in Form von Bier war also mehr als gerechtfertigt. 

Nachmittags war dann nur noch Ausruhen im Onsen angesagt. 

Das Abendbuffet stand dann auch in nichts mehr nach. 

Morgen wird weiter gereist.

Einer der drei mitreisenden Thomas‘ (zum 2. Mal dabei)


Tag 9:

Do 05.02.

Tomakomai

"Wir stehen früher auf"

Auch wenn sich Sachsen-Anhalt inzwischen ein anderes Landesmotto zugelegt hat, orientieren wir uns an diesem, denn: Wer vor der Abreise noch einmal entspannen will, sollte tatsächlich nicht zu lange schlafen. Das Bad öffnet 5:30, Waschzeremonie, ein letztes Bad im lauwarmen Außenbecken - umgeben von Schneewehen und Eiszapfen, Wechsel ins heiße Außenbecken - mit Blick auf Schneewehen und Eiszapfen, zum Abschluss das 42 C Innenbecken (nur für Leute mit stabilem Kreislauf geeignet).
  
Während gestern die Skifahrer im Nebel kaum zu sehen waren, blicken wir heute schneeblind bei strahlendem Sonnenschein auf den Nebel hinab. 8:30 fährt der Hotelbus zum Bahnhof Morioka. Alle sind überpünktlich da, der Bus fährt überpünktlich los. Bis zur Abfahrt des Zuges ist viel Zeit, Proviant für die Weiterfahrt zu kaufen, was kurz nach dem umfangreichen Frühstück etwas unmotiviert ausfällt. Die berühmten braunen eingelegten Knoblauchknollen aus der Region finden jedoch in der Gruppe reißend Absatz. Sie sollen sehr gesund sein, lassen bei weniger Knoblauchbegeisterten aber Sorge vor dem morgigen Tag aufkommen.
Erste Teilstrecke knapp 2 Stunden mit dem Shinkansen (wieder eine grüne "Langnase") nach Shin-Hakodate, von dort mit 20 min Umsteigezeit weiter. 
Mangels Hotelkapazität in Sapporo während des Schneefestivals nehmen wir in der kleinen Hafen- und Industriestadt Tomakomai Quartier. Das Toyoko Inn hat nur Einzelzimmer für uns. Die Einzelreisenden stört's nicht, Ehepartner sind geteilter Meinung und verabreden sich zum tete-a-tete (ist ja auch mal ganz schön). Dereinst im Studentenwohnheim hätte man eine 1,40 m breite Matratze als unnötigen Luxus betrachtet. Unser Gepäck (von Nagano vorausgeschickt) kommt zeitgleich mit uns an.
Nach dem Einchecken gemeinsamer Stadtrundgang - soviel hat der Ort nicht zu bieten, aber ein paar Restaurants und einen Mega-Donqui (Kaufhaus mit irrem, super buntem, unüberschaubarem Warenangebot mit erheblicher Geräuschkulisse) allemal. Spaziergang zum Meer, Gruppenfoto am Pazifik. Bezüglich Abendessen sind wir unschlüssig - Lamm a la Dschingis Khan, Königskrabben oder Sakhalin Venusmuscheln, Ramen oder Food Court im Mega-Donqui - ein Großteil der Gruppe findet sich schließlich bei Reis und Curry (gratis angeboten vom Toyoko Inn) in der Lobby wieder - erinnert ein wenig an einen Schulausflug, schmeckt aber prima.
Der Abend klingt aus bei Bier und Sake aus dem Automaten, während im Hintergrund die Waschmaschinen rumpeln.
Übrigens, ein 2. Bett im Doppelzimmer wird überbewertet, denn ein wenig mehr Platz ist auch etwas wert.
Petra und Matthias aus Sachsen-Anhalt 
Koyama-Neulinge 

 



Tag 10:

Fr 06.02.

Tomakomai (Sapporo)

Der neunte Reisetag führt uns heute nach Sapporo und dem Schneefest.

Die Erläuterungen zum Frühstück überspringen wir heute und fangen direkt mit der Aktion an. Am Bahnhof angekommen erst einmal großer Schock. Unser Zug fällt aus. Während Andreas noch nach einer Alternative sucht, kommt eine Durchsage. Wir dürfen ohne Extrakosten den Expresszug nehmen. Einziges Problem, der fährt erst 30min später. Dann auf zum Don Quijote. Alle laufen Andreas hinterher und stehen vor verschlossenen Türen. Heute ist nicht unser Tag.

Endlich in Sapporo angekommen entscheidet sich Andreas die Tour etwas zu verändern. Er führt uns zu einem roten Backsteinhaus, dem ehemaligen Rathaus. Es wurde lange Zeit renoviert und erst letztes Jahr wieder eröffnet, und zwar mit neuem Konzept. Es werden hier keine Würdenträger mehr empfangen. Sondern Museumsbesucher und Menschen die mehr zu den Ainu erfahren wollen. Im Vorgarten wurden Spiele aufgebaut an denen sich große und kleine erfreuen können.

Danach sind wir zum Uhrturm gegangen. Es ist das letzte noch stehende Gebäude der Agrar Hochschule. Das Haus wurde früher für Versammlungen genutzt. Jetzt ist es ebenfalls ein Museum und ein Touristenmagnet. Langsam bekommen alle Hunger also nix wie auf zum Rathaus und zur dortigen Mensa. Ohne Extrakosten kann jeder für kleines Geld ein ordentliches Mittagessen bekommen. Dank der super Planung waren wir vor den größten Ansturm da. Treffen war auf den Gang vor der Mensa. Es standen sogar ein paar Stühle rum. Der Beamte für die Berufsberatung war sicher froh als wir losgingen. So blieb ihm erspart für alle 13 Personen neue Arbeit zu finden.

Zum Schluss ging es zum Fernsehturm und danach zum Schneefest.
Die Aussicht von oben war wie immer beeindruckend. Es gab sogar eine Stempelrallye. Genau das richtige für mich. Auf dem Schneefest reihte sich Skulptur an Skulptur, neben Imbissen und der einen oder anderen Bühne. Am beeindruckendsten waren die riesigen Schneeskulpturen. Es gab so viel zusehen, dass ich nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Die Skulpturen gingen von realen Personen, über Anime Charaktere zu abstrakten Kunstwerken. Es wurde sogar Himeji Castle nach gebaut. Etwas weiter die Hauptstraße entlang fand man auch noch Eisskulpturen. Jeder konnte das Fest genießen und den Heimweg auf eigene Faust angetreten.

Martin aus Meißen Stammgast.

 

 



Tag 11:

Sa 07.02.

Tomakomai (Sapporo)

Heute stand ein Ausflug zum Berg "Moiwa Yama" und anschließender Bergwanderung auf den Plan. Der Tag startete wie der gestrige mit einem Zugausfall. Also wieder alle in den Expresszug und auf nach Sapporo.

Dort sind wir erstmal unterirdisch vorbei an Ständen und Geschäften gelaufen. Danach noch ein Stück per Straßenbahn zum auserwählten Berg. Bei der Seilbahn gab's dann eine Überraschung. Im Winter gibt es nur die Möglichkeit rauf und runter Fahrten zu kaufen. Also etwas mehr bezahlt und niemanden verraten, was wir eigentlich vorhaben.

Oben angekommen erst mal die Sonne und die tolle Aussicht genießen. In der Ferne haben wir einige Landmarken gesehen und dank der Tafeln auch gewusst was wir erblicken.

Jetzt kommt das eigentliche Abenteuer, der Abstieg vom Berg über einen Pilgerweg. Alle haben sich Spikes organisiert. Ansonsten wäre der Abstieg nur auf dem Gesäß möglich gewesen. Und auf eben jenes setze ich mich nach nur drei Schritten und nach weiteren fünf und einige Minuten später wieder. Ich hätte mir also das Geldsparen können. Das uns Andreas nach gut 10min gestanden hat, das es hier auch Bären gibt, hat nicht unbedingt geholfen.

Da es ein Pilgerweg ist, kamen uns immer wieder Japaner entgegen. Einer rannte sogar den Berg hoch. Nach den anfänglichen Problemen genossen wir die Wanderung und erreichten alle den Fuß des Berges. Jetzt war das Programm zu Ende und jeder konnte tun, was er wollte. Essen gehen, zum Schneefest oder was komplett anderes.

Martin aus Meißen Stammgast



Tag 12:

So 08.02.

Tomakomai



Tag 13:

Mo 09.02.

Naha

Aufgrund der Probleme mit der japanischen Bahn sind wie heute eher zum Flughafen Shin Chitose gefahren. Langsam glaube ich, die DB hat eine Außenstelle auf Hokkaido.

 

Mit mehr als genug Puffer ging es zum Gate und dann hieß es warten. Der Flug hat wegen des Wetter Verspätung. Der Flug war ansonsten entspannt und recht ruhig.

 

In Fukuoka angekommen hatten wir zwei Stunden Zeit was zu essen und uns die Beine zu vertreten. Auch dieser Flug hatte etwas Verspätung und somit sind wir gg 17:45 in Okinawa angekommen. Koffer geholt und per Monorail zum Hotel. Einige wollte noch was essen gehen. Andere sehnten sich nach einer Dusche. Somit ist ein weiterer Tag in Japan vorbeigegangen.

 

Martin aus Meißen Stammgast



Tag 14:

Di 10.02.

Naha



Tag 15:

Mi 11.02.

Naha

Heute ging es bereits vor 8 Uhr los. Aufgrund einer Baustelle auf der Autobahn zäumen wir heute das Pferd von hinten auf. Wir fahren also zwei Stunden, inklusive einer kleinen Pause, zum Ocean Expo Park/Aquarium. Bei der Zwischenpause gab es eine kleine Überraschung vom Taxifahrer und von Andreas. Beide haben und eine Kleinigkeit für zwischendurch gegeben. Vielen Dank an dieser Stelle.
 
Beim Aquarium angekommen konnten wir gleich rein. Wer sich die Delphinshow ansehen wollt, musste sich etwas beeilen, die findet im Außenbereich statt. Da ich sie schon kannte und weil noch so wenig los war, habe ich die zwei Stunden im Aquarium genutzt und mir alles in Ruhe angesehen. Besonders vor den kleinen Becken war so früh am Tag genug Platz.
 
Danach organisiert wir uns was zum Essen und fuhren weiter zum Kouki Beach. Leider war es sehr windig und unser Picknickplatz lag nicht geschützt. Die meisten wollten bei so einem Wetter nicht ins Meer gehen. Es gab aber auch einen richtig mutigen in unserer Gruppe, der sich in die Wellen gestürzt hat.
 
Etwas eher als geplant machten wir uns zum Manzamo (Elefanten Felsen) auf. Die Anlage wurde ca. 2022 neu gebaut. Jetzt gibt es einen befestigten Weg, Restaurants und einen großen Giftshop unter einem Dach.
Als Nächstes besuchen wir die Amerikaner die auf Okinawa stationiert sind. Okay, wir schauen uns die Base aus der Ferne an. Vom Aussichtsdeck aus konnten wir sogar drei Flieger landen sehen.
 
Zum Schluss geht es noch zum Kakazu Takadai Park. Hier erzählte uns Andreas etwas mehr zur bewegten Geschichte des Landes zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. An einer Wand waren noch die Einschusslöscher zu sehen und es gibt noch Tunneleingänge, die in den Berg führen. Alles ist gesichert und wo einst Schutt und Asche waren, steht jetzt eine schöne Parkanlage mit Spielplatz. Nach dem jeder die Kirschbäume und ihre Blüten fotografiert hat, geht es zurück zum Hotel.
 

 

Martin aus Meißen, Stammgast


Tag 16:

Do 12.02.

Naha



Tag 17:

Fr 13.02.

Naha

Der letzte Tag auf Okinawa bevor wir wieder gen Tokio fliegen, ein Tag ohne vorgegebenes Programm. Den Vormittag verbrachte ich damit, mir den Fukushuen, der nicht weit vom Hotel entfernt war, anzuschauen. Für das kleine Eintrittsgeld ist er mehr als sehenswert. Die restliche Zeit bis zum Mittag nutzte ich für einen Einkaufsbummel.
Kurz vor 13 Uhr wurden drei weitere Mitstreiter und ich von einem Kleinbus abgeholt, wir hatten eine Whale Watching Tour für den Nachmittag gebucht. Wir hatten schon von Anfang an Glück. Es herrschte ruhige See, niemand musste die "Fische füttern". Auch die Buckelwale ließen sich blicken. Wir mussten uns auf Blas, Finne und Fluke der Wale, es waren 3 Stück,  beschränken. Keiner der Wale tat uns den Gefallen mal aus dem Wasser zu springen. Eine ganze Stunde verbrachten wir dort bevor das Schiff zum Hafen zurückkehrte. 
Nach dem Abendessen wollte der Koffer noch gepackt werden, ich wollte ja morgen nicht allzu zeitig aufstehen. So neigte sich dann ein sehr schöner Tag dem Ende.

Dirk


Tag 18:

Sa 14.02.

Tokio



Tag 19:

So 15.02.

Tokio

Für den heutige Sonntag ist eigentlich ein Ausflug nach Odaiba geplant. Fast alle wollen diesen Tag aber für Tagestouren außerhalb von Tokio nutzen. So auch wir, es soll nach Nikko gehen. 
Schon am Nachmittag zuvor haben wir (Hans-Peter und ich) uns an der Asakusa Station der Tobu Line den World Heritage Pass für Nikko besorgt. Dieser gilt für die Hin und Rückfahrt (local) mit dem Zug, sowie die Busse im entsprechenden Gebiet. Hinzu kommt noch die Buchung eines Express Tickets, welches die Fahrt von drei auf zwei Stunden verkürzt, inklusive Sitzplatzreservierung. 
Dies haben wir für die Hinfahrt gebucht, für die Rückfahrt waren schon einige Züge ausgebucht, sodass wir hier local zurück fahren wollten. 
Am Sonntag ging es dann also los, mit der Hausbahn eine Station nach Asakusa und dann mit vorgezeigten Pässen und Express-Tickets auf die entsprechenden Gleise und um 08:07 fuhren wir schon Richtung Norden. 
Nach 2 Stunden Fahrt (anfänglich recht lahm, weil Durchfahrt von Wohngebieten) trafen wir in Nikko ein. 
Über die Reihenfolge der Schreine und Tempel sowie anderer Sehenswürdigkeiten haben wir aufgrund der unbegrenzten Busfahrmöglichkeiten spontan entschieden. Der "Busbahnhof" liegt praktischerweise direkt vorm Bahnhof sodass wir diesen zusammen mit anderen Touristen aus aller Welt besteigen und schnell losfahren konnten. Auch zeigte sich mal wieder der Vor-und Nachteil der Bussysteme. Mal kann man mit Geldkarte zahlen (z. B Pasmo), mal Fixpreis, mal nach Entfernung. Hier ging Geldkarte, bar nach Entfernung mit Ticket (beim Einsteigen eigenständig zu ziehen), mit App und mit den Nikko-Pässen in digital oder Papier (wie wir hatten). Chaos war also vorprogrammiert und der Fahrer schien aufgrund der Touris ohne Ahnung leicht genervt, aber ruhig. 
Wir sind dann nach wenigen Stationen ausgestiegen um die eigentliche Tour zu starten. 
Wir waren beim Nikkosan Rinnoji Tempel, Nikkou Toushou-guo und Nikko Futarasan Schrein. 
Alle Anlagen waren äußerst beeindruckend und sind für einen solchen Bericht schwer zu beschreiben. 
Wir haben diese in aller Ruhe und Blick fürs Detail angeschaut. Ob Schnitzereien vielfältigster Art, kunstvoll verzierten Stein-und Metalllaternen, Figuren von Glücksgöttern und Wächtern, Tempelreliquien und -altäre.
Highlights neben den reich verzierten Toren, waren die 500 Stufen, nach der schlafenden Katze, zum inneren Schrein (da mussten die lädierten Knie, Füße und Lungen noch mal ran, ächz), natürlich die drei Affen (see no evil, hear no evil, speak no evil), ein kleines Café in welchem es eine kleine Auswahl an Getränken und Süßigkeiten gab zubereitet mit spirituellem Wasser. Besonders war auch die Vorführung der speziellen Akustik in der "Halle des brüllenden Drachens". Hier wurde demonstriert, dass nur direkt unter dem Kopf des Deckengemäldes eines Drachens ein Echo in der Halle entsteht (und was für eins!), im Rest der Halle nicht.
Dort gab es auch Wächterstatuen zu allen 12 Tierkreiszeichen des japanischen Kalenders und dazugehörige Glücksbringer, welche, im Gegensatz zu anderen Glücksbringern, ein Leben lang halten sollen.
Natürlich haben wir auch mehrfach die Götter in den Schreinen auf die angemessene Art gegrüßt um so ihr Wohlwollen zu erhalten. Bei einem der Photos im Tempelbereich hingegen meint man eine Geistererscheinung aufgenommen zu haben. Ob wir da wohl jemanden verstimmt haben?
An Spenden monitärer Art kann es nicht gelegen haben; einige Stempelbucheinträge wurden gekauft, sowie auch Glücksbringer die gleich einen ganzen Haushalt abdecken. 
Wie auch immer, nach bereits 4 Stunden in Nikko haben wir uns dann langsam von den Haupttempeln und - schreinen verabschiedet und sind noch zu Fuß zur Shinkyou-Brücke gegangen um dort ein paar Photos zu machen. Weniger eindrucksvoll als auf den kursierenden Bildern, aber okay.
Mit dem Plan auf dem Weg zum Bahnhof noch was zum Snacken zu kaufen sind wir die restliche Strecke auch zu Fuß gegangen.
Gestärkt mit etwas schnellen aus einem Kombini sind wir dann gegen 16 Uhr mit einem Local Zug gen Tokio aufgebrochen.
Mit den Umstiegen waren wir gegen 19 Uhr wieder in Asakusa für die restliche Abendgestaltung: Essen, Trinken, Palavers!

Thomas, zum dritten Mal dabei


Tag 20:

Mo 16.02.

Tokio



Tag 21:

Di 17.02.

Tokio ->

Frankfurt